BLUTREGEN AM FREITAG

Die extreme Wärme geht, aber der Frühling bleibt

Bereits Anfang Februar konnte das Phänomens des Blutregens in Deutschland bewundert werden. Jetzt ist es wieder soweit. In MV ist die Chance geringer. Hier sinken die Temperaturen.
Der Himmel färbte sich aufgrund des Saharastaubs in vielen Teilen Deutschlands orange-rot.
Der Himmel färbte sich aufgrund des Saharastaubs in vielen Teilen Deutschlands orange-rot. SEBASTIEN BOZON
Neubrandenburg ·

Der Februar war bislang zwiegespalten. Auf der einen Seite gab es äußerst kalte Tage, auf der anderen Seite steht die aktuelle Woche, die frühlingshaftes Wetter mit sich brachte. Und mit den schönen tagen ist es noch lange nicht vorbei, sagt Wetter.net-Meteorologe Dominik Jung. „Man muss sich mal vor Augen halten, dass der Februar bis zur Monatsmitte fast 3 Grad kälter als das Klimamittel gewesen ist und nun hat es dieser extreme Wärme geschafft den Monat komplett ins Gegenteil zu drehen. Am Ende wird der Monat 1,2 bis 1,7 Grad zu warm enden”, so Jung.

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Am heutigen Donnerstag geht demnach der hohe Luftdruck und das warme Wetter zu Ende. Dafür kommt am Wochenende schon das nächste Hoch. Es bringt dann aber eher nordwestliche Winde, statt wie aktuell südwestliche Winde. Daher wird es zunächst kälter werden. Der Saharastaub, der auch im Nordosten für eine schöne Färbung des Himmels gesorgt hat, verschwindet damit erstmal. „Der wird morgen durch etwas Regen aus der Atmosphäre ausgewaschen, dabei kann es zu Blutregen kommen. So nennt man es, wenn der bräunliche Sand durch Niederschläge auf die Erde fällt”, erklärt Jung.

Temperaturabfall in MV

In der kommenden Woche soll eine warme Südwestströmung den Prognosen zufolge den Saharastaub als auch die nächste Frühlingsrund zurückbringen. „Der Winter scheint nahezu chancenlos. Auch das anfangs so kalte erste Märzwochenende sieht derzeit nicht mehr wirklich winterlich aus”, so Jung.

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In ganz Deutschland scheint es aber nicht zu zu Blutregen zu kommen. Eine schwache Wetterfront zieht Jung zufolge von Nordwesten nach Südosten am Freitag, währenddessen es zu Niederschlägen kommen kann. Im Nordosten scheint es vorerst trocken zu bleiben, wie der Deutsche Wetterdienst ebenfalls berichtet. Am Freitag ist es demnach stark bewölkt, aber trocken. Die Temperaturen liegen höchstens bei rund 9 Grad Celsius auf den Inseln in Mecklenburg-Vorpommern, im Binnenland erwartet der DWD 11 Grad. Außerdem ist mit mäßigem, an der Küste frischer Nordwestwind, in Vorpommern mit einzelnen Windböen bis 60 Stundenkilometern zu rechnen.

Ähnlich sieht es dann am Wochenende aus. Zumeist soll es bewölkt, stellenweise nebelig sein. Die Temperaturen liegen den Prognosen nach zwischen 7 und 10 Grad Celsius, auf der Insel Rügen wird mit 5 Grad gerechnet.

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