Impfmuffel

Die Impfung muss in MV zur Haustür kommen

Die Impfkampagne in MV ist ein mühsames Geschäft. Auch die Impf-Aktionswoche brachte keinen großen Durchbruch.
Harry Glawe appelliert, sich impfen zu lassen.
Harry Glawe appelliert, sich impfen zu lassen. Stefan Sauer
Schwerin

Die Zahlen sind eher ernüchternd. Die bundesweit durchgeführte Impf-Aktionswoche hat die Impfquote in Mecklenburg-Vorpommern nicht entscheidend in die Höhe getrieben. Während in der Aktionswoche täglich durchschnittlich knapp 1000 Erstimpfungen in und über die Impfzentren erfolgt waren, bewegten sich die Zahlen zuvor in ähnlichen Bereichen. Ein positiver Ausreißer nach oben war lediglich der Landesimpftag am 10. September, als mehr als 2000 Erstimpfungen im Nordosten registriert worden waren.

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Vor dem Hintergrund der nur schleppend vorankommenden Schutzimpfungen – in MV haben aktuell 61,7 Prozent und damit 993.000 Menschen einen vollständigen Impfschutz – appellierte Gesundheitsminister Harry Glawe am Dienstag zum wiederholten Mal an die Bevölkerung, dass jede Impfung zähle. Die Aktionen hätten im gesamten Land einmal mehr gezeigt, dass der Weg zur Impfung vor der Haustür beginne. Das müsse in den kommenden Wochen weiter intensiviert werden, so der CDU-Politiker.

Gesundheitsminister will noch mehr Aufklärung

Nach Aussage von Glawe ist es wichtig, sich die schützende Impfung gegen Corona zu holen, um im Ergebnis verantwortungsvoll gegenüber anderen und sicher für sich selbst durch den Herbst zu kommen. „Wir brauchen weiter Aufklärung für mehr Impfungen“, stellte der Gesundheitsminister unmissverständlich klar.

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Im bundesweiten Vergleich der Impfquote liegt Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile in der unteren Tabellenhälfte. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 63,3 Prozent, Spitzenreiter ist Bremen mit einer Quote von 73,8 Prozent.

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