CORONA-REGELN

Die meisten Kinder in MV können wieder in die Kita

Während die meisten Kita-Kinder in MV wieder in die Kindergärten dürfen, sieht es für Schüler noch nicht so gut aus: Der Distanzunterricht geht für viele wie vor den Ferien weiter.
dpa
Nach wochenlangem Appell, auf den Kitabesuch zu verzichten, können ab Montag wieder die meisten Kinder in MV in die Einri
Nach wochenlangem Appell, auf den Kitabesuch zu verzichten, können ab Montag wieder die meisten Kinder in MV in die Einrichtungen. Symbolbild / Caroline Seidel
Schwerin ·

Von diesem Montag an können die meisten Kinder in Mecklenburg-Vorpommern wieder in die Kita oder in die Tagespflege gehen. Der in den vergangenen Wochen geltende Appell an die Eltern, ihre Sprösslinge zu Hause zu betreuen, ist laut Sozialministerium gestrichen worden. Stattdessen tritt am Montag ein Kita-Stufenplan in Kraft.

Stufenplan für Kita und Tagespflege

Nach diesem Stufenplan können alle Kinder in die Kita oder zur Tagespflege gebracht werden, solange der Inzidenzwert in einer Region unter 100 bleibt. Steigt in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Zahl der Corona-Infektionen über 100 je 100.000 Einwohner in sieben Tagen, werden die Eltern wieder gebeten, ihre Kinder zu Hause zu behalten. Bei einem Wert von über 150, wie derzeit im Landkreis Vorpommern-Greifswald, gibt es nur noch eine Notbetreuung für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen, für Kinder von Alleinerziehenden und wenn das Kindeswohl es erfordert.

Mehr lesen: Dürfen Kinder in MV noch in die Schulen und Kitas?

Bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 – dies ist aktuell in den Landkreisen Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim, Mecklenburgische Seenplatte und in der Stadt Schwerin der Fall – sind stärkere Vorsichtsmaßnahmen in den Kitas als bei einem Wert unter 50 vorgesehen. Dazu gehörten starke Einschränkungen beim Singen und beim Sport, Kontaktlisten, stündliches Stoßlüften und eine notwendige Gesundheitsbestätigung, so das Sozialministerium. Eltern dürften dann nur in Ausnahmesituationen die Einrichtungen betreten.

So geht es in den Schulen weiter

Am Montag beginnt nach den zweiwöchigen Winterferien auch die Schule – für die meisten allerdings weiter zu Hause. Den Abschlussklassen wird Präsenzunterricht angeboten.

Ab Mittwoch können in den Landkreisen Rostock und Vorpommern-Rügen sowie in der Stadt Rostock die Erst- bis Sechstklässler wieder normal in die Schule. Dort liegt die Inzidenz unter 50. Für die anderen geht der Distanzunterricht erst einmal wie vor den Ferien weiter: Die Präsenzpflicht ist aufgehoben, Kinder bis Klasse sechs können aber in der Schule betreut werden, wenn dies zu Hause nicht möglich ist. In Regionen mit mehr als 150 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche (Inzidenz) gibt es nur eine Notbetreuung. Das betrifft derzeit den Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Mehr lesen: Schulen in MV öffnen nur in drei Regionen

Präsenzunterricht gibt es den Angaben nach zudem MV-weit in den Abschlussklassen. In Regionen mit einer Inzidenz unter 50 muss daran teilgenommen werden. Liegt sie höher, ist die Präsenzpflicht aufgehoben.

Ab Klasse sieben soll der Präsenzunterricht am 8. März in den Regionen starten, die mindestens zehn Tage lang eine Inzidenz von unter 50 aufweisen. Die Lerngruppen sollen in der Regel geteilt werden (Wechselunterricht). An den Präsenztagen gelte Präsenzpflicht.

Schüler müssen Formular mitbringen

Wo die Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 150 liegt, gelten laut Ministerium die Regeln wie vor den Winterferien: Es bleibt für die Größeren beim Distanzunterricht. Die örtlichen Gesundheitsbehörden könnten davon jedoch abweichen und Wechselunterricht erlauben, wenn das Infektionsgeschehen in der Region klar abgrenzbar und die Erteilung von Präsenzunterricht aus epidemiologischer Sicht vertretbar ist.

Mehr lesen: Schulen in MV so weit wie möglich offen halten

Schüler, die nach den Winterferien wieder die Schule besuchen, müssen ein von den Eltern ausgefülltes Formular vorlegen, in dem sie versichern, dass das Kind sich in den vergangenen zehn Tagen nicht in einem Risikogebiet aufgehalten hat. Außerdem müsse erklärt werden, dass das Kind keine Symptome aufweist, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hinweisen könnten.

Lesen Sie hier einen Nordkurier-Kommentar zur Inzidenz: Die Corona-Pandemie ist mehr als das Starren auf einen Wert

JETZT NEU: CORONA-UPDATE PER MAIL

Der tägliche Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwerin

zur Homepage