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Fachtagung in Greifswald

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Die nächste Vogelgrippe kommt bestimmt

Veterinärmediziner aus ganz Deutschland kommen zum Erfahrungsaustausch mit den Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts in Greifswald (Symbolbild).
Veterinärmediziner aus ganz Deutschland kommen zum Erfahrungsaustausch mit den Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts in Greifswald (Symbolbild).
Holger Hollemann

Wie können Tierseuchen wie Vogelgrippe oder Schweinepest schnell erkannt und deren Ausbreitung verhindert werden? Veterinärmediziner aus ganz Deutschland diskutieren darüber in Greifswald.

Die Afrikanische Schweinepest und die Vogelgrippe stehen im Mittelpunkt einer am Donnerstag in Greifswald beginnenden Fachtagung von etwa 170 Veterinärmedizinern aus ganz Deutschland. Das auf der Insel Riems ansässige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft haben die Fachleute aus den für Tierseuchendiagnostik zuständigen Laboren der Bundesländer zum Austausch eingeladen.

Die „Riemser Diagnostiktage” finden jährlich statt, um über neue und verfeinerte Untersuchungsmethoden zu informieren. Zudem tauschen sich die Fachleute über ihre Erfahrungen mit dem jüngsten Vogelgrippe-Ausbruch und die drohende Gefahr der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest aus.

Vogelgrippe und Schweinepest

Bei der Vogelgrippe handelte es sich mit bundesweit 92 Ausbrüchen in Geflügelhaltungen und Zoos im Jahr 2016/17 um die größte jemals in Deutschland dokumentierte Serie von Geflügelpest. Europaweit waren 29 Staaten betroffen. Nach einem Abklingen der Seuche im Sommer erhöhte das FLI Anfang November das Einschleppungsrisiko durch Wildvögel von gering-mäßig auf wahrscheinlich. Die Afrikanische Schweinepest wurde inzwischen bei Schweinen in Polen und Tschechien nachgewiesen. Gegen die Krankheit gibt es keinen Impfstoff. Der Erreger ist für Menschen ungefährlich.

Das FLI betreibt mehr als 75 Nationale Referenzlabore für anzeigepflichtige Tierseuchen und meldepflichtige Tierkrankheiten am Hauptsitz auf der Insel Riems und in Jena.

Kommentare (1)

Und wieder wird an den Symptomen herumgedoktert, anstatt endlich mal die Ursachen anzugehen. Ställe mit solchen Bestandsdichten, Genetiken ohne jegliche Widerstandskraft, Haltungsbedingungen völlig jenseits der natürlichen Ansprüche der Tiere werden immer zu massiven Krankheiten führen. Hier sind weder die Tiere selbst, noch der Verbraucher im Fokus, sondern ausschließlich der Profit!