Alkohol im Polizeiticker

Die Promille-Top-Ten aus MV und der Uckermark

Ab drei Promille heißt das nicht mehr betrunken, sondern Alkoholvergiftung. Doch die Männer und Frauen in unserer Liste haben ganz andere Atemalkoholwerte erreicht.
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Neubrandenburg

 

„Größer als 5,5 Promille” 

Da kam das Testgerät an seine Grenzen: Ein genauer Wert konnte nicht ermittelt werden, als ein Autofahrer am 27. Oktober 2020 pusten musste. Das Testgerät zeigte lediglich einen Wert von „größer als 5,5 Promille” an. Der Mann war zwischen Woldegk und Pasenow gegen einen Strommast gefahren und zu Fuß geflüchtet. Er stritt allerdings alles ab.

5,5 Promille

Vollkommen dicht – anders kann man den Zustand eines Mannes nicht bezeichnen, der am 7. Mai 2018 am Rostocker S-Bahnhof Lichtenhagen gefunden wurde: 5,5 Promille Alkohol wurden bei dem 31-Jährigen gemessen. Der Mann konnte seinen Weg nicht selbstständig fortsetzen, so dass die Bundespolizisten ihn zu seinem Schutz mitnahmen.

5,5 Promille

Passanten hatten am 15. April 2014 die Ordnungshüter gerufen, weil ein Mann regungslos auf einer Bank gegenüber des Wolgaster Rathauses gelegen hatte. Obwohl ihm der reichliche Alkoholgenuss anzumerken war, konnten die Beamten mit dem gebürtigen Polen kommunizieren. Das Messgerät zeigte 5,5 Promille an, der Mann kam sofort in ein Krankenhaus.

5,5 Promille

Die Polizisten in Schwerin wollten nicht glauben, was ihr Messgerät am 18. Mai 2016 anzeigte – sie führten eine zweite Messung durch. Doch der zweite Test hat das Ergebnis bestätigt: 5,5 Promille. Festgestellt wurde der Wert bei einem 51-Jährigen in der Schweriner Innenstadt. Da die Beamten zunächst einen Defekt vermuteten, hatten sie den Test mit einem neuen Gerät wiederholt.

5,0 Promille

Eine Frau auf dem Rostocker Hauptbahnhof legte beim Test am 18. November 2018 gleich das Alkoholtestgerät lahm – das Gerät konnte den Wert schlicht nicht anzeigen. Bei einem zweiten Test wurden schließlich 5,0 Promille gemessen. Sie wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

4,86 Promille

Mit 4,86 Promille war ein Autofahrer am 16. September 2017 auf der A20 unterwegs. Die Polizei zog den 38-Jährigen am Autobahnkreuz Wismar aus dem Verkehr, wie die Beamten mitteilten. Der Autofahrer hatte zuvor fast einen Unfall verursacht. Der Promillewert war nach Polizeiangaben der „traurige Spitzenwert” des Jahres.

4,63 Promille

Da staunte die Bundespolizei: Mit 4,63 Promille hatten Beamte am 19. Juli 2018 einen Mann im Regionalzug Richtung Szczecin (Stettin) angetroffen. Ein besorgter Anrufer eines Reisezugbegleiters, dem der Mann auf seiner Fahrt von Berlin nach Stettin durch seine hilflose Lage und eine Wunde am Kopf aufgefallen war, hatte die Bundespolizei auf den Plan gerufen.

4,5 Promille

Zwischen Casekow und Wartin in der Uckermark entdeckte ein Passant am 29. Mai 2014 ein Auto, das mitten auf der Fahrbahn stand. Der Mann am Steuer schlief tief und fest. Im Auto steckte der Zündschlüssel, die Zündung war an, die Motorkühlung lief. Auch die Polizei konnte den 48-jährigen Uckermärker nicht aufwecken. Bei einer ersten Blutuntersuchung stellten die Ärzte 4,5 Promille Alkohol im Blut fest.

4,32 Promille

Die Polizei hat nach einem Zeugenhinweis am 16. Dezember 2021 eine volltrunkene Autofahrerin aus dem Verkehr gezogen. Die alarmierten Beamten stoppten das Fahrzeug an einer Tankstelle. Nach dem ersten Atemalkoholtest trauten sie demnach ihren Augen kaum: Das Gerät zeigte 3,64 Promille an. Sicherheitshalber wurde ein zweites Mal gemessen: Es kamen 4,32 Promille Atemalkoholwert heraus.

4,22 Promille

Ein 33-Jähriger wurde am 12. Dezember 2017 Uhr am Hauptbahnhof in Schwerin auffällig. Er war zuvor mit einem Zug aus Hamburg ohne Fahrschein in Schwerin angekommen. Die Polizei stellte bei einer Atemalkoholkontrolle einen Wert von 4,22 Promille fest. Später schlug noch die Bahn Alarm, weil der Mann sein Gepäck auf dem Bahnhof vergessen hatte.

4,12 Promille

Gleich drei Unfälle in einer halben Stunde hat ein 32 Jahre alter Mann im Greifswalder Stadtteil Schönwalde II am 4. Juni 2018 verursacht. Dabei wurde eine Frau verletzt. Außerdem verlor der Mann bei einem Zusammenstoß das vordere Nummernschild, die Polizei hatte bei der Suche ein leichtes Spiel. An die Alkoholfahrt konnte sich der Mann nicht mehr so recht erinnern. Kein Wunder, wurden doch bei ihm 4,12 Promille gemessen.

 

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