WER SCHREIBT HIER EIGENTLICH?

Die Zwei vom Heimweh-Newsletter

Jede Woche verschickt der Nordkurier eine Dosis Heimweh als Newsletter. Doch wer schreibt den eigentlich? Hier stellen sich die beiden vor.
Simon Voigt und Caroline Wenndorff schreiben den Heimweh-Newsletter des Nordkurier.
Simon Voigt und Caroline Wenndorff schreiben den Heimweh-Newsletter des Nordkurier. Ann-Kristin Hanell
Caroline, 35, Redakteurin und Rumblödlerin
Caroline, 35, Redakteurin und Rumblödlerin Ann-Kristin Hanell
Simon, 31, Redakteur und Radfahrer
Simon, 31, Redakteur und Radfahrer Ann-Kristin Hanell
Simon Voigt und Caroline Wenndorff schreiben den Heimweh-Newsletter des Nordkurier.
Simon Voigt und Caroline Wenndorff schreiben den Heimweh-Newsletter des Nordkurier. Ann-Kristin Hanell
Neubrandenburg ·

Der Heimweh-Newsletter des Nordkurier war zu Weihnachten gestartet und ist inzwischen mehr als 30 Ausgaben alt. In dieser Zeit haben wir deutlich über 2000 Leser:innen gewonnen, die jede Woche einen Überblick über das bekommen, was in ihrer alten Heimat so passiert. Viele Leser:innen erzählen uns auch ihre eigenen Geschichten: Warum sie damals weggegangen sind, was sie vermissen und ob sie über eine Rückkehr nachdenken.

Wir sind dankbar für die treuen Leser:innen, die uns schon so viel berichtet haben. Nun haben wir gedacht, dass es langsam an der Zeit ist, dass auch wir, die Autor:innen des Newsletters, ein wenig über uns erzählen.

Caroline, 35, Redakteurin und Rumblödlerin

Wie wird man eigentlich Redakteurin beim Heimweh-Newsletter?

Vor sieben Jahren landete ich ganz klassisch nach einem Studium der Politik- und Medienwissenschaft beim Nordkurier. Dort schrieb ich erstmal im Volontariat für verschiedene Lokalredaktionen, betreute dann ein tolles Magazin, das es allerdings mittlerweile nicht mehr gibt (Ich hoffe, es liegt nicht an mir) und wurde nun gefragt, ob ich nicht Lust hätte, beim Heimweh-Newsletter mitzumischen. Als Rückkehrerin, die in Greifswald und Berlin studiert hat, bin ich quasi prädestiniert. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur die Quotenfrau … ;)

Was bedeutet Heimat für dich?

Heimat ist für mich ein Ort, an dem ich mich wohlfühle. Dort habe ich Menschen, die mir wichtig und vertraut sind. Damit ist Heimat, also verwurzelt zu sein, die Grundlage, um weltoffen zu sein – auch wenn einige politische Gruppierungen diesen Begriff gern als Abschottungswort benutzen.

Und weil Heimat auch durch den Magen geht, ist Heimat für mich auch bisschen Senfeier mit roter Beete.

Was macht dein Leben reicher?

Auch Senfeier. Nein im Ernst. Ohne Kultur und vor allem Musik wäre mein Leben nicht so erfüllend. Darum engagiere ich mich im Studio e.V. und stelle mit einigen Freund:innen ein kleines feines Festival auf die Beine, das auch langfristig wieder mehr Kultur für Junggebliebene in der Seenplatte etablieren soll. Heimat ist schließlich auch, was jeder selbst daraus macht.

Simon, 31, Redakteur und Radfahrer

Wie wird man eigentlich Redakteur beim Heimweh-Newsletter?

Auch ich habe Politik studiert, dazu aber Geschichte und das in Greifswald. Als gebürtiger Berliner war das der größte Kulturschock meines Lebens: Alles so klein, in dieser Stadt! Eigentlich wollte ich wie so viele meiner Freunde gar nicht weg, doch es hatte sich gelohnt, die gewohnte Umgebung zu verlassen und gegen etwas völlig anderes zu tauschen. Schon während des Studiums schrieb ich für die studentischen Medien, sie nennen sich dort moritz, über Stadt und Uni. Danach ging ich zum Nordkurier, absolvierte dort ein Volontariat und kümmere mich heute um die vielen Dinge, die in diesem Internet stattfinden. Mit der Zeit merkte ich, dass wir nicht nur Leser in der Region haben, sondern auf der ganzen Welt: Die vielen Fortgezogenen, die immer noch an den Orten hängen, in denen sie groß geworden sind. Wir überlegten, wie wir diese Menschen erreichen können und so entstand der Newsletter, den ich seit der ersten Ausgabe schreibe.

Was bedeutet Heimat für dich?

Heimat ist für mich an vielen Orten: Berlin, weil es ganz objektiv betrachtet die beste Stadt der Welt ist, aber das wäre auf Dauer nun wirklich langweilig. Auch in den unendlichen Weiten von Mecklenburg-Vorpommern fühle ich mich wohl oder in dieser kleinen Stadt in Thüringen, in der meine halbe Familie lebt. All das sind sind Orte, in denen ich Menschen kenne, mit denen viel erlebt habe, woran ich mich immer wieder gerne erinnere.

Und ein bisschen Heimweh bekomme ich auch bei Bouletten – aber nur bei denen von meiner Mutter!

Was macht dein Leben reicher?

Aufbruch, Erkenntnis und öfter mal ne Technoparty. Zwei große Philosophen aus Spandau, das ist in etwa das Burg Stargard von Berlin, haben einmal gesagt: Mach et einfach! Weil man es sich sowieso viel zu schnell gemütlich macht, versuche ich getreu diesem Motto lieber unterwegs zu sein und auch mal Dinge anders zu sehen. Die Wege dort hin lege ich gerne mit dem Fahrrad zurück, das oft auch ambitioniert (1:12:40 Stunde um den Tollensesee!) und halte die schönsten Erinnerungen mit der Kamera fest.

Heimweh - der Newsletter für Weggezogene

Der wöchentliche Überblick für alle, die den Nordosten im Herzen tragen. Im kostenfreien Newsletter erzählen wir jeden Montag die Geschichten von Weggezogenen, Hiergebliebenen und Zurückgekehrten und zeigen, wie die Region sich weiterentwickelt.

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Kommentare (1)

und interessanter Bericht.