SCHULE, SPORT, TREFFEN, KINO

Diese Corona-Regeln gelten für Kinder in MV

Auf dem MV-Gipfel sind Änderungen der Corona-Regeln für Kinder und Jugendliche beschlossen worden. Mehr Schule, Sport, Treffen und Freizeitangebote sollen wieder möglich sein.
Noch vor Ostern sollen alle Kinder in MV wieder in die Schule gehen können – vorausgesetzt die Inzidenz bleibt unte
Noch vor Ostern sollen alle Kinder in MV wieder in die Schule gehen können – vorausgesetzt die Inzidenz bleibt unter einem bestimmten Wert (Archivbild). Stefan Sauer
Schwerin ·

Die Verhandlungen beim MV-Gipfel mit Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Sozialverbänden, Kommunen und Mitgliedern der Landesregierung zogen sich hin. Denn die Umsetzung der bereits am Mittwoch von Kanzlerin Angela Merkel und den 16 Länderchefs vereinbarten Corona-Regeln und deren regionale Ausgestaltung in MV erwiesen sich als komplexe und zähe Angelegenheit.

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Man konnte sich aber auf einen gemeinsamen Fahrplan verständigen, der neben den Öffnungen im Einzelhandel vor allem auch die Kinder und Jugendlichen im Blick hatte. So sollen in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 pro 100.000 Einwohner alle Kinder vor Ostern wieder in die Schulen kommen, erklärte Bildungsministerin Bettina Martin. Sie strebt den 22. März als Startdatum für den Regelbetrieb in den Klassen 1 bis 6 und für den Wechselbetrieb in den Klassen 7 bis 11 an. In den Abschlussklassen soll der Betrieb weiterlaufen wie bisher.

Rückkehr zum flächendeckenden Präsenzunterricht

Bei der Rückkehr zum flächendeckenden Präsenzunterricht sollen Schnell- und Selbsttests sowie Impfungen helfen. In Gebieten mit einer verlässlichen Inzidenz unter 50 soll bereits am Montag der Wechselunterricht beginnen. Bei einer Inzidenz über 100 sollen weitere Schutzmaßnahmen getroffen werden, die Details sollen noch beschlossen und bekanntgegeben werden.

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Am Montag können also zunächst viele weitere Schülerinnen und Schüler in Rostock und Vorpommern-Rügen wieder zur Schule gehen. Dies betrifft die Jahrgangsstufen ab Klasse 7, für die zunächst Wechselunterricht vorgesehen ist. Niedrigere Jahrgangsstufen und die Abschlussklassen konnten bereits zuvor wieder zum Unterricht in die Schule gehen.

„Das ist eine gute Nachricht“, sagte die Bildungs- und Kulturministerin. „Aber wir wollen durch Schnelltests, Selbsttests und mit Impfungen für die Lehrkräfte mehr erreichen. Das alles gibt zusätzlichen Schutz. Das Land hat 2 Millionen Selbsttests bestellt. Außerdem werden bereits seit dem 1. März Lehrkräfte in Grundschulen durch medizinisch geschultes Personal der Johanniter einmal wöchentlich getestet.”

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Am vergangenen Freitag hatten in Mecklenburg-Vorpommern die Impfungen für die Lehrkräfte an den Grund- und Förderschulen begonnen. „Ich werde mich nun aber auch dafür einsetzen, dass die Lehrkräfte an weiterführenden und beruflichen Schulen in einem nächsten Schritt geimpft werden können”, so Martin weiter. Es sei wirklich höchste Zeit, dass die Kinder und Jugendlichen wieder in die Schule gehen, lernen und ihre Freunde treffen können.

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Kinder- und Jugendsport

„Wir erweitern die Möglichkeiten für den Individualsport und schaffen eine Perspektive für den Vereinssport. Kinder und Jugendliche haben dabei oberste Priorität“, fasste Sozial- und Sportministerin Stefanie Drese die Ergebnisse des MV-Gipfels in diesem Bereich zusammen.

Ab Montag, dem 8. März ist in Regionen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 100 Individualsport mit bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen möglich. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgerechnet. In Regionen mit einem Inzidenzwert unter 50 ist ein kontaktfreier Sportbetrieb mit maximal 10 Personen im Freien zugelassen.

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Vereinssport für Kinder an Reglungen für Schulen gekoppelt

In den Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen der Schulbetrieb als täglicher Präsenzunterricht stattfindet, ist darüber hinaus der vereinsbasierte Trainingsbetrieb im Kinder- und Jugendsport im Freien in allen Sportarten bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres in Gruppen mit höchstens 20 Kindern beziehungsweise Jugendlichen zulässig.

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Drese: „Im Moment haben wir in der Hansestadt Rostock und im Landkreis Vorpommern-Rügen Präsenzunterricht in den Klassen 1-6. Das bedeutet, dass dort für diese Alterskohorte ab Montag auch der Trainingsbetrieb im Verein im Außenbereich möglich ist. Für die Kinder der Klassen 1-6 in den anderen Landkreisen und in Schwerin ist unser Ziel, dass die Aufnahme des vereinsbasierten Trainings spätestens ab dem 22.3. erfolgen kann.“

Eine Perspektive gibt es übrigens auch für den Freizeit- und Breitensport für Erwachsene. Wenn der Inzidenzwert in den nächsten 14 Tagen stabil unter 100 Neuinfektionen beträgt, sind weitere Öffnungen vorgesehen. Unter diesen Voraussetzungen ist ab dem 22. März kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport im Außenbereich zugelassen – unter der Voraussetzung, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen tagesaktuellen COVID-19-Schnell- oder Selbsttest verfügen.

Treffen mit mehr Freunden möglich

Die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern dürfte für viele Kinder ebenfalls eine erfreulich Nachricht sein. So sind wieder Treffen mit maximal fünf Menschen zweier Haushalte möglich, Kinder bis 14 Jahre zählen nicht dazu. Es können sich also mehr Kinder und Jugendliche mit ihren Freunden treffen.

Zoos, Museen, Bibliotheken, Kinos

Zudem sind ab Montag die Außenbereiche von Zoos und Tierparks wieder geöffnet, eine willkommene Abwechslung bei der Freizeitgestaltung. Auch kulturell wird für Kinder wieder mehr geboten. So sind seit Montag wieder Besuche in Museen, Galerien, Gedenkstätten, Bibliotheken und Archiven mit Terminvereinbarung möglich – bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100.

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Zudem können bei dieser Inzidenz wieder Messen zur beruflichen Orientierung mit Terminvereinbarung durchgeführt werden. Buchläden dürfen, unabhängig von der Inzidenz, ebenfalls wieder geöffnet werden.

Ab dem 22. März gilt bei einer 7-Tages-Inzidenz von 50 bis 100 zusätzlich: Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen für Besucher, die einen tagesaktuellen negativen Covid-19-Schnell- oder Selbsttest vorlegen können.

Fahrschulen dürfen wieder öffnen

Es wurde außerdem beschlossen, dass die Fahrschulen im Land ab Montag wieder öffnen dürfen. „Ich freue mich sehr, dass wir an dieser Stelle wieder einen Schritt in Richtung Normalität tun können – wenn auch unter Auflagen. Um einander gegenseitig vor einer Ansteckung mit Covid 19 zu schützen, müssen Lehrer und Schüler bei der praktischen Ausbildung im Auto eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Sofern das nicht möglich ist, ist vor Antritt der Ausbildungseinheit ein negatives Ergebnis eines Selbsttests vorzulegen“, sagte MV-Verkehrsminister Christian Pegel.

Auch der Theorieunterricht kann – in kleinen Gruppen und mit Gesichtsmaske – wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden. Nach Angaben des Fahrlehrerverbandes Mecklenburg-Vorpommern warteten zwischen 6.000 und 6.5000 Fahrschüler, dass sie ihren begonnen Unterricht fortsetzen können. Zudem hätten sich Wartelisten für neue Interessenten aufgebaut, die es jetzt engagiert abzuarbeiten gelte, so Pegel. Er dankte dem Vorsitzenden des Fahrlehrerverbandes Helmut Bode, der dem Ministerium in dieser Zeit als kompetenter Gesprächspartner und Ratgeber zur Verfügung stand.

Notbremse

Wenn in den Landkreisen und kreisfreien Städten, die von regionalen Öffnungsschritten Gebrauch gemacht haben, die 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, müssen die Lockerungen wieder rückgängig gemacht werden.

Für die Öffnungsschritte zwischen 50 und 100 gilt, dass diese ab einer Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt wieder rückgängig gemacht werden. Dabei wird bewertet, ob es sich jeweils um ein diffuses oder regional klar abgrenzbares Infektionsgeschehen handelt. Dieselben Kriterien gelten für die landesweite Rücknahme von Lockerungen.

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Kommentare (6)

als Voraussetzung für Präsensunterricht ist Erpressung.
Die Schüler werden in Angst gehalten und das ist mehr als schändlich.
Mir scheint, hier werden unsere Kinder an die Pharmamafia verkauft und Politiker sind ihre Komplizen.
Im Lancet kann jeder Volksvertreter lesen, daß die Tests für die Tonne sind.

Psychoterror einer völlig durchgeknallten, technokratischen Politikerclique. Die armen Kinder.

Ja was gilt denn nun genau für die Schulen in MSE? Das Land faselt was von Wechselunterricht ab 22.03.2021 für die Schüler ab Klasse 7 und der Landkreis sagt erstmal gar nix mehr. Laut aktueller Aussage der Schule (in freier Trägerschaft) sollen die Schüler ab Klasse 7 ab nächsten Montag, 15.03.2021, wieder in die Schule gehen, und zwar komplett in Präsenzunterricht.
Kann mir vielleicht mal jemand sagen, woran wir uns jetzt orientieren dürfen??? 🤔🤔

kam gerade Nachhause nach 8 Stunden Schule mit Maske, starke Kopfschmerzen. Noch nichtmal in den Pausen und draußen dürfen sie die Masken abnehmen. Sie dürfen sie überhaupt nicht mehr abnehmen.
Der Wahnsinn muss ein Ende haben.

Ein Kind? Welches zu Hause? Ihres? War das ihr Kind oder irgendein Kind in irgendeinem zu Hause? Spannen sie in anderer Leute Wohnungen? Oder haben sie sich einfach was zusammenfantasiert um Panik und Has zu schüren ala "Die Schwester einer Cousine,deren Freund, dessen Sohn, seine Klassenkameradin, deren Vater, dessen Kollege, seine Frau hat gesagt das..."

In Zeiten der Krise werden immer wieder Kinder wie Strohpuppen verbrannt. Nur um davor und dannach auf selbige zu scheissen. Immigration - wer denkt an unsere Kinder? Corona - unsere armen Kinder. Im normalen leben: tu dies nicht Kind tu das nicht Kind. Kinder dürfen nicht wählen und selbst entscheiden, weil sie Kinder sind. Kinder müssen das tun was Erwachsene sagen. Aber wehe eine Krise kommt dann werden den Kindern plötzlich alle Menschenrechte zugesprochen um sie schön als Strohpuppen zu verbrennen. Neuerdings klagen ja sogar zweijährige selbstständig und aus eigenen Antrieb herraus. Da wird ihnen dann alles zugesprochen, weil wir ja in einer Krise leben und es gegen die Regierung geht. Da darf das Kind dann auch seine Rechte, die sonst von Mama und Papa massiv beschnitten werden, im vollen Umfang nutzen. Dannach gehts aber wieder ab ins Bett weil morgen ist Schule denn aus dir soll doch mal das werden was Mama und Papa wollen