Theater und Kinos in Mecklenburg-Vorpommern sollen wieder langfristiger planen können. Hier: Der Theatersaal in Greifswal
Theater und Kinos in Mecklenburg-Vorpommern sollen wieder langfristiger planen können. Hier: Der Theatersaal in Greifswald. Stefan Sauer
Corona-Maßnahmen

Diese Lockerungen sind für MV geplant

Besonders die Kulturbranche soll von Lockerungen der Corona-Regeln profitieren, Sport und Einzelhandel aber nicht, wie die Linke ankündigte.
dpa
Schwerin

Theater und Kinos in Mecklenburg-Vorpommern sollen wieder langfristiger planen können. „Der ständige Wechsel von auf und zu geht so nicht“, sagte die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Jeannine Rösler, am Montag in Schwerin. Nach ihren Angaben werde sich die Landesregierung auf ihrer Sitzung am Dienstag mit möglichen Änderungen der Corona-Regelungen für den Kulturbereich befassen.

Bislang gelten im Nordosten die bundesweit schärfsten Regeln für Theater, Konzerthäuser oder Kinos. Mit wechselnder Infektionslage mussten die Häuser gemäß der landeseigenen Corona-Ampel – regional unterschiedlich – immer wieder schließen. Das ist in anderen Bundesländern nicht der Fall.

Lockerungen für den Einzelhandel und den Besuch von Fußballspielen schloss Rösler zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus. Dies sei in Zeiten mit extrem hohen Infektionszahlen ein falsches Signal, sagte sie.

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Touristiker fordern klare Oster-Regeln

Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern hat für die Zeit der Osterferien ab April ein Ideen- und Forderungspapier vorgelegt. „Die Osterregeln sollen einfach nachvollziehbar sein und Gesundheitsschutz genauso gewährleisten wie möglichst wirtschaftliches Arbeiten unter den gegebenen Pandemiebedingungen“, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, am Montag in Rostock. Das Papier sehe die 3G-Regel (geimpft, genesen und getestet) für Innenbereiche inklusive das Tragen medizinischer Mund-Nase-Bedeckungen vor. Dazu komme ein negativer Anreisetest für alle Gäste ab zwölf Jahren, die Testpflicht solle für vollständig Geimpfte (geboostert) jedoch entfallen.

„Das Lösen von den stark beschränkenden 2G-Plus-Regeln ist für viele Unternehmen wichtig“, betonte Woitendorf. Dies würde einen echten Saisonstart ermöglichen, der in diesem Jahr früher als 2021 gelingen sollte. Im vergangenen Jahr konnte die Tourismusbranche erst am 4. Juni starten.

Der Verband forderte darüber hinaus, dass die Regeln zum Impfstatus und zum Testen rechtzeitig festgelegt und kommuniziert werden. „Idealerweise soll auch die Corona-Verordnung vereinfacht und lesbarer gestaltet werden“, sagte Woitendorf. Nötig seien ausreichende Testkapazitäten, wobei besonders auch Kinder ab zwölf Jahre mitgedacht werden sollten.

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