Corona-Pandemie

Diese scharfen Corona-Regeln gelten ab Donnerstag in MV

Ob am Arbeitsplatz, im Kino, in der Gastronomie, auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Sport – das Leben für Ungeimpfte wird ab Donnerstag ungemütlicher.
Für Mecklenburg-Vorpommern gelten ab Donnerstag verschärfte Corona-Regeln.
Für Mecklenburg-Vorpommern gelten ab Donnerstag verschärfte Corona-Regeln. Helmut Fricke
Schwerin

Während Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Berlin bei den Verhandlungen zur Bildung einer Ampelkoalition im Bund weilte, mussten ihre Stellvertreterin Simone Oldenburg (Linke) und Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) im heimischen Schwerin die schlechten Nachrichten überbringen.

„Wir befinden uns in einer bedrohlichen Notlage. Die Situation ist sehr ernst“, verkündeten die beiden Mitglieder der Landesregierung im Anschluss an die gestrige Sitzung des Kabinetts. Mit einer Inzidenz von 342 – 93 bei den Geimpften, 674 bei den Nicht-Geimpften – und einer Hospitalisierungsrate von über 7 herrsche extremer Handlungsbedarf, so Oldenburg und Drese.

„Kein Versagen der Politik, sondern Versagen der Vernunft”

Doch bevor die beiden Politikerinnen die daraus resultierenden Maßnahmen erläuterten, machte Oldenburg klar, dass diese Entwicklung der Corona-Zahlen „kein Versagen der Politik, sondern ein Versagen der Vernunft ist“ – eine unmissverständliche verbale Breitseite in Richtung der ungeimpften Bürger in MV, die derzeit fast ein Drittel der Bevölkerung umfasst. „Geben Sie sich einen Ruck, lassen Sie sich impfen”, appellierte Drese in Richtung Bürger und zählte die neuen Corona-Regeln auf.

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Befindet sich ein Landkreis, eine kreisfreie Stadt oder das ganze Land in der Warnstufe Orange auf der landeseigenen Corona-Ampel, gilt zum Beispiel in der Gastronomie, in Fitnesscentern, Hotels, Schwimmbädern, Kinos und Theatern 2G plus. Das heißt, Zutritt haben nur Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen tagesaktuellen Negativtest. Auf Weihnachtsmärkten gilt dann 2G, in Fußballstadien für Zuschauer 2G plus, sagte Drese. Tanzveranstaltungen in Clubs und Discos sind verboten.

Warnstufe Orange gilt, wenn die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in einer Region oder im ganzen Land drei Tage hintereinander über 6,0 liegt. Gestern wurde sie vom Landesamt für Gesundheit und Soziales für MV mit 7,3 angegeben, am Montag mit 6,6. Ist das Land auch heute in Stufe Orange, treten die Beschränkungen am Donnerstag flächendeckend in Kraft – auch in Regionen, die noch in der Warnstufe Gelb sind, betonte Drese. Die Hospitalisierungsinzidenz gibt an, wie viele Menschen je 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert worden sind.

2G gilt schon bei Warnstufe Gelb

Bei Warnstufe Gelb (Hospitalisierungsinzidenz über 3,0 bis 6,0) gilt in den genannten Innenbereichen 2G, ebenso in Fußballstadien. Bei Warnstufe Rot – ab einem Wert über 9,0 – sind neben 2G plus in Freizeit-Innenbereichen auch Kontaktbeschränkungen bei privaten Treffen (zwei Haushälte mit zusammen maximal fünf Personen) und 2G beim Shopping vorgesehen. Ausnahmen gelten zum Beispiel für Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Baumärkte.

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Eine Hospitalisierungsinzidenz über 9,0 hatten am Dienstag die Landkreise Ludwigslust-Parchim (12,7), Vorpommern-Rügen (9,8) und Mecklenburgische Seenplatte (9,3). Ist eine Region mindestens sieben Tage in Warnstufe Rot, sind auch Schließungen möglich, etwa des Kultur- und Freizeitbereichs und der Gastronomie. Der Profisport würde dann wieder ohne Zuschauer stattfinden, hieß es aus der Landesregierung.

 

 

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