Munition im Wald

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Dörfer wegen Waldbrand zeitweise evakuiert

Sogar die Feuerwehr konnte den Wald bei Schwerin aus Sicherheitsgründen nicht betreten. (Symbolbild)
Sogar die Feuerwehr konnte den Wald bei Schwerin aus Sicherheitsgründen nicht betreten. (Symbolbild)
Simon Voigt

Schon wieder sind Feuer auf Flächen ausgebrochen, unter denen alte Munition schlummert. Für einige Stunden wurden zwei Dörfer evakuiert.

Bei Schwerin und im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind am Donnerstag zwei Waldbrände auf munitionsbelastetem Gebiet ausgebrochen. Zwei Ortschaften wurden vorsorglich für einige Stunden evakuiert. Erst gegen 23 Uhr waren die Feuer wieder unter Kontrolle, wie die Polizei meldete. Die rund 150 Bewohner durften wieder zurück in ihre Häuser.

Südlich von Schwerin gerieten bei Lübbendorf nahe Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ein Wald und eine Brachfläche nahe eines früheren militärischen Schießstandes in Brand. „Von der Munition geht eine latente Gefahr aus”, warnte ein Polizei-Sprecher. Auch die Feuerwehr betrat den Wald aus Sicherheitsgründen nicht. Der Schießstand wurde früher von der sowjetischen Armee und später von der Bundeswehr genutzt.

Insgesamt standen zeitweise 10 Hektar Kiefernwald in Flammen. 17 Feuerwehren waren mit 100 Einsatzkräften vor Ort, erklärte ein Kreissprecher. Zudem hatte der Kreis zeitweise Hilfe von Bundeswehr und Technischem Hilfswerk angefordert.

Evakuierung war "reine Vorsichtsmaßnahme"

Die Evakuierung der Ortschaften Lübbendorf und Ramm war am Abend eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie es hieß. Es sei darum gegangen, Menschen in Ruhe und planvoll in Sicherheit zu bringen, sagte Kreiswehrführer Uwe Pluss.

Am Mittwochabend hatte ein Waldstück bei Moraas im selben Landkreis gebrannt. 3500 Quadratmeter wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.