Durch den Lehrermangel arbeiten zunehmend mehr Seiteneinsteiger an den Schulen.
Durch den Lehrermangel arbeiten zunehmend mehr Seiteneinsteiger an den Schulen. Marijan Murat
Bildungspolitik

Drei-Monats-Crashkurs für Seiteneinsteiger in Schulen

Immer wieder gab es Kritik, weil Lehrer ohne Pädagogik-Vorwissen unterrichten konnten und erst neben der Arbeit qualifiziert wurden. Das soll sich nun ändern.
dpa
Schwerin

Wer als Seiteneinsteiger in Schulen unterrichten will, soll in Mecklenburg-Vorpommern künftig besser vorbereitet vor die Kinder treten. Von Mai 2023 an sollen alle Bewerber, die ein anderes Studium als Lehramt vorzuweisen haben, zunächst einen dreimonatigen Grundkurs vor allem in Pädagogik und Didaktik absolvieren, ehe sie zum neuen Schuljahr beginnen, mit den Schülern zu arbeiten.

Das kündigte Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) am Donnerstag in Schwerin an. 200 Plätze soll es dafür geben. Ein weiterer Kurs soll jeweils am 1. November starten und die Seiteneinsteiger auf den Berufsstart zum Beginn des zweiten Schulhalbjahrs vorbereiten. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Kritik von Eltern und auch von Seiteneinsteigern selbst, dass sie zum Teil pädagogisch unvorbereitet vor Klassen treten mussten und erst später neben der Arbeit qualifiziert wurden.

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