Statt Ausgleichsabgabe
Drese will mehr Jobs für Menschen mit Behinderung

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat Unternehmer in Mecklenburg-Vorpommern ermahnt, Menschen mit Behinderung mehr Jobs zu geben.
Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat Unternehmer in Mecklenburg-Vorpommern ermahnt, Menschen mit Behinderung mehr Jobs zu geben.
Stefan Puchner

Viele Arbeitgeber in MV beschäftigen keine Schwerbehinderten und zahlen stattdessen einen Ausgleich. Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) will, dass sich das ändert.

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat Unternehmer in Mecklenburg-Vorpommern ermahnt, ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden und Menschen mit Behinderung mehr Jobs zu geben. Trotz gesetzlicher Vorgaben blieben in Betrieben noch zu viele Pflichtarbeitsplätze unbesetzt. „Wir müssen insbesondere die rund 750 privaten Arbeitgeber im Land ab 20 Beschäftigten davon überzeugen, dass nicht die Zahlung der Ausgleichsabgabe, sondern die Einstellung eines motivierten Arbeitslosen mit Behinderung eine Investition in die Zukunft ist”, erklärte Drese beim Landesverbandstag des Sozialverbands VdK in Schwerin.

Private und öffentliche Arbeitgeber mit mehr als 20 Mitarbeitern müssen mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzen. Die Mehrzahl der betroffenen Firmen im Land erfüllt die Quote nicht und zahlt dafür einen Ausgleich.

Viele Menschen mit Behinderung seien gut ausgebildet und leistungsfähig. „Sie wären ein Gewinn für Unternehmen und haben eine Chance verdient”, so Drese. Sie verwies auf Prognosen, nach denen die Zahl der erwerbsfähigen Bevölkerung im Land bis zum Jahr 2030 um 25 Prozent zurückgeht. „Allein deshalb sollten Arbeitgeber viel stärker als bisher die Ressourcen und Talente erkennen, die Menschen mit Behinderung besitzen”, mahnte die Ministerin. Von Land und Arbeitsagentur werde die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben finanziell gefördert. In Mecklenburg-Vorpommern leben laut Drese etwa 215.000 schwerbehinderte Menschen.

Kommentare (2)

Alles Geschwafel. Immer mehr Schwerbehinderte werden entlassen. Mich hat man aufgrund eines künstlichen Hüftgelenks ebenfalls " aus gesundheitlichen Gründen zur Ruhe gesetzt" obwohl man mich schon zwei Jahre anderweitig beschäftigt hatte. Von einem Tag zum anderen, als Dank für treue Dienste mit einem kräftigen A....tritt .

Integrationsamt, Fachdienste ... alles gut bezahlte zahnlose Tiger.