B96-AUSBAU

Unternehmen fordern bessere Straßen nach Berlin und Usedom

Im Südlichen Vorpommern und der Seenplatte sollen 2019 mehr als 40 Millionen Euro in den Straßenausbau fließen. Die IHK mahnt, Baustellen frühzeitig anzukündigen und will auch ein anderes Projekt voranbringen.
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Die B96 gilt als wichtige Nord-Süd-Route und wird täglich von rund 12.000 Fahrzeugen befahren.
Die B96 gilt als wichtige Nord-Süd-Route und wird täglich von rund 12.000 Fahrzeugen befahren. Bernd Wüstneck
Neubrandenburg.

Die Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg hat ihre Forderung erneuert, die B96 möglichst zügig auszubauen. Doch auch bei anderen überregionalen Anbindungen des östlichen Mecklenburg-Vorpommerns müsse noch viel passieren. „Handlungsbedarf sehen wir vorrangig in Richtung Berlin über die B96, in Richtung Südwesten über die B189n sowie der Anbindung der Insel Usedom”, sagte Torsten Haasch, IHK-Hauptgeschäftsführer, am Donnerstagvormittag bei einer Informationsveranstaltung in der Kammer in Neubrandenburg.

Dort stellten das Straßenbauamt Neustrelitz und die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald ihr Straßenbauprogramm für das Jahr 2019 vor. Nach Angaben des Straßenbauamts-Leiters Jens Krage seien in diesem Jahr insgesamt 41 Maßnahmen an Bundes- und Landesstraßen in seinem Zuständigkeitsbereich geplant. Dem Amt stünden dafür im laufenden Jahr insgesamt 23,9 Millionen Euro Bundes- und 16,4 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung.

Baustellen frühzeitig ankündigen

„Die in den Bauprogrammen des Straßenbauamtes Neustrelitz und der Landkreise für 2019 vorgesehenen Baumaßnahmen sind wichtig und nötig, um den Zustand des Straßennetzes in unserer Region zu verbessern beziehungsweise zu erhalten”, so Kammerchef Haasch. Nicht zu unterschätzen sei, dass einige Baustellen auf den Straßen zu teils großen Einschränkungen führen könnten. Aus Sicht der Wirtschaft sei daher von großer Bedeutung, dass Baumaßnahmen frühzeitig angekündigt und mit allen Betroffenen abgestimmt werden.

Vom Land erwartet die IHK im Namen der regionalen Wirtschaft und der "übergroßen Mehrheit der Bevölkerung”, dass es die Projekte zügig in Angriff nimmt und die „Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft im östlichen Mecklenburg-Vorpommern durch Taten stärkt”.

Kritik am Ausbau der B96

Der Ausbau der B96 ist umstritten, Kritiker haben sich in einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Sie gehen davon aus, dass der Ausbau mit 100 Millionen Euro zu teuer angesetzt sei und eine enorme Belastung für die Natur darstellte. Das Bündnis hat kürzlich einen Alternativvorschlag präsentiert. Sie schlagen vor, auf dem Ausbau einiger geplanter Umgehungsstraßen zu verzichten.

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