STREIT IN SCHWERIN

Dürfen Wildtiere im Zirkus auftreten?

Die Stadt Schwerin wollte Vorstellungen mit Tiger, Zebra und Co. nicht mehr zulassen. Doch es gibt Widerstand dagegen.
dpa
Ist das Tierquälerei oder Kunst? Tobias Hase
Schwerin.

Die Stadt Schwerin hat Beschwerde gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts eingelegt, wonach Zirkusse mit Wildtieren in der Landeshauptstadt gastieren dürfen. Das teilte eine Stadtsprecherin am Montag mit.

Die Stadtverordneten hatten im Januar 2016 beschlossen, dass in Schwerin nur noch Zirkusse ohne Tiere wildlebender Arten gastieren dürfen. Dagegen hatte sich ein Zirkusunternehmen, das in Schwerin auftreten wollte, gewehrt. Beschlüsse dieser Art gab es auch in anderen deutschen Städten.

Der Zirkus, um den es in dem Verfahren geht, zeigt nach Angaben des Verwaltungsgerichts unter anderem Kamele, Lamas und Zebras. Die Angelegenheit geht nun ans Oberverwaltungsgericht in Greifswald.

Die Stadt Schwerin sieht allerdings nach wie vor keine guten Erfolgsaussichten für das Beschwerdeverfahren, wie die Sprecherin sagte. In einem ähnlich gelagerten Fall in Hameln hatte Anfang 2017 das Verwaltungsgericht Hannover so wie jetzt das Verwaltungsgericht Schwerin entschieden. Die Beschwerde der Stadt Hameln beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht blieb erfolglos.

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Kommentare (1)

Wegen der Tiere gehen doch die meisten Familien mit ihren Kindern in den Zirkus. Die denken sich immer neuen Unsinn aus.