HITZE UND TROCKENHEIT

Dürre bedroht weiter die Existenz von Bauern

Vertreter von Bund und Ländern wollen am Dienstag über die Folgen der Trockenheit in der Landwirtschaft beraten. MV hofft auf finanzielle Hilfe.
dpa
Die Dürre sorgt nach zwei schlechten Erntejahren für ein weiteres Jahr mit Einbußen.
Die Dürre sorgt nach zwei schlechten Erntejahren für ein weiteres Jahr mit Einbußen. Bernd Wüstneck
Schwerin.

Die Dürre hat nach Einschätzung von Mecklenburg-Vorpommerns Agrarministerium zum Teil existenzbedrohende Auswirkungen auf die Landwirtschaftsbetriebe. Für finanzielle Hilfen seien dem Land aber noch die Hände gebunden, sagte Minister Till Backhaus (SPD). Dazu müsse erst das ganze Schadensausmaß vorliegen.

Vertreter von Bund und Ländern treffen sich am Dienstag in Berlin, um über die Folgen der Hitze und Dürre in vielen Regionen für die Bauern zu beraten. Geplant ist eine Besprechung der Abteilungsleiter des Bundes und der Länder mit dem Ziel einer Bestandsaufnahme der Witterungsschäden.

„Das Worst-Case-Szenario ist eingetreten”

„Mecklenburg-Vorpommern wird dabei vor allem dafür eintreten, dass sich der Bund auch finanziell an der Bewältigung der nunmehr dritten schlechten Ernte in Folge beteiligt”, sagte Backhaus. Landesbauernpräsident Detlef Kurreck sagte angesichts der Ernteausfälle: „Das Worst-Case-Szenario ist eingetreten. Wir brauchen Geld.”

Je nach den regionalen Witterungs- und Standortbedingungen sind die Betriebe im Land unterschiedlich stark betroffen. Bei der Wintergerste gibt es nach Ministeriumsangaben Ausfälle von bis zu 50 Prozent und damit verbundene Mindererlöse von rund 47 Millionen Euro.

Die bisherigen Ernteergebnisse bei Raps und Winterweizen deuteten darauf hin, dass die Verluste höher ausfallen werden als bisher befürchtet. Auf Wiesen und Weiden wachse kein Gras nach, was die Futterversorgung des Viehs gefährde.

Das Ministerium bietet Hilfe an

Hilfsmaßnahmen zum Schadensausgleich sind Backhaus zufolge möglich, wenn „bei einer erheblichen Anzahl von Betrieben das gesamtbetriebliche Einkommen um mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Drei-Jahresdurchschnitt aus den letzten fünf Jahre sinkt”. Die finanziellen Mittel dafür müssten aus dem Landeshaushalt kommen.

Darüber hinaus stelle das Agrarministerium bereits Hilfen bereit. So werden Steuerzahlungen und für Agrarflächen im Landesbesitz auf Antrag die Pachten gestundet. Außerdem bietet das Land Bauern den zeitweisen Flächenankauf durch die Landgesellschaft an, um ihnen zu Geld zu verhelfen. Die Flächen können innerhalb von sechs Jahren zu gleichen Konditionen zurückgekauft werden.

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