Zieht sich den Zorn der AfD in Mecklenburg-Vorpommern zu: Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine in Deutschland.
Zieht sich den Zorn der AfD in Mecklenburg-Vorpommern zu: Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine in Deutschland. CARSTEN KOALL
Reaktion auf Kritik

„Dummes Gerede” – AfD attackiert ukrainischen Botschafter

Mit seiner derben Kritik an SPD, Linke und AfD hat sich Andrij Melnyk in Mecklenburg-Vorpommern keine Freunde gemacht. Jetzt hat AfD-Fraktionschef Nikolaus Kramer reagiert.
Schwerin

„Auf einen groben Klotz, gehört ein grober Keil”, heißt es im Volksmund. Nikolaus Kramer, AfD-Fraktionschef im MV-Landtag, ist offenbar ein Anhänger dieses Sprichwort. Nachdem die AfD sowie auch die SPD und Linke vom ukrainischen Botschafter auf dem Kurznachrichtendienst Twitter attackiert worden war, schoss Kramer jetzt verbal scharf zurück.

„Offenbar hat Melnyk es nicht so mit der Rechtstaatlichkeit. Das ist auch keine große Überraschung. Er verteidigt ja auch das rechtsextreme Asow-Regiment, dem auch Kriegsverbrechen zu Last gelegt werden, öffentlich bei Twitter. Ich rate ihm, sein Land mit der Waffe in der Heimat zu verteidigen und nicht mit dummem Gerede aus seinem Berliner Büro zu nerven. Dann kann er sich sogar noch nützlich machen, denn Diplomatie ist ganz offensichtlich nicht seine Stärke”, sagte Kramer in einer Reaktion auf Melnyk.

Der Botschafter hatte vor zwei Tagen die von Manuela Schwesig geführte rot-rote Landesregierung erneut ins Visier genommen. „Na, tolle Gesellschaft: SPD, die Linke & AfD sind dagegen, um 20 Millionen € Gasprom-Geld aus der Fake-MV-Klimastiftung der Ukraine zugute zu kommen. Viel Glück Euch noch, da in Schwerin“, schrieb Andrij Melnyk auf dem Kurznachrichtendienst Twitter am Dienstagabend. Damit wies der Botschafter auf die Weigerung von SPD, Linken und AfD im Landtag hin, für humanitäre Zwecke Gelder aus der umstrittenen und sich in Auflösung befindlichen Klimaschutzstiftung in die Ukraine zu transferieren.

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