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Durchbruch im Fall der verschleppten Maria?

Ermittler der Spurensicherung und Kriminalpolizei stellten die Privaträume des Mannes auf den Kopf. Erst später kam der 31-Jährige dazu.
Ermittler der Spurensicherung und Kriminalpolizei stellten die Privaträume des Mannes auf den Kopf. Erst später kam der 31-Jährige dazu.
Stefan Tretropp

In dem mysteriösen Fall der 21-jährigen Maria aus Rostock hat die Polizei jetzt eine heiße Spur. Bei einer Wohnungsdurchsuchung sind Kleidungsstücke sichergestellt worden.

Die Polizei konnte das erste Mal mit dem Opfer sprechen. Wie die Staatsanwaltschaft bestätigte, nannte die 21-Jährige gegenüber den Beamten den Vornamen des möglichen Täters. Sofort ermittelten die Beamten auch den Nachnamen und die dazugehörige Wohnung.

Die Ermittler der Spurensicherung und Kriminalpolizei rückten sofort aus und stellten die Privaträume des Mannes in der Nähe des Stadthafens auf den Kopf. Hierbei wurden mehrere Gegenstände und auch Kleidungsstücke sichergestellt. Der Täter selbst konnte zunächst jedoch nicht angetroffen werden, erst später kam er hinzu.

Beschuldigte ist noch auf freiem Fuß

Die junge Frau war am Montag vor einer Woche im Rostocker Stadthafen überfallen und verschleppt worden. Tagelang war sie in den Händen des Unbekannten, erst am Samstag konnte sie zu einem Taxistand in der Langen Straße gelangen, von wo sie nach Hause zu einer Freundin gefahren wurde, die den Rettungsdienst verständigte. Seitdem liegt Maria im Krankenhaus und wird behandelt.

Ob die gefundenen Kleidungsstücke auch zu Maria gehören, müssen nun die weiteren Ermittlungen zeigen. Die Wohnung des beschuldigten 31-jährigen Rostockers liegt in unmittelbarer Nähe sowohl zum Tatort, als auch zum Taxistand in der Stadtmitte. Was er der Frau angetan hat, ist nach wie vor nur zu erahnen.

Maria erlitt bei der Tortur schwere Gesichtsverletzungen. Der Beschuldigte, das betont die Staatsanwaltschaft, ist noch nicht festgenommen worden, da zunächst ein „Anfangsverdacht” gegen ihn besteht. Am Donnerstag könnte es ein vorläufiges Endergebnis in diesem Fall geben.