Auf den jüngsten Fund von infizierten Schweinen will der Landkreis Ludwigslust-Parchim nun schnell reagieren.
Auf den jüngsten Fund von infizierten Schweinen will der Landkreis Ludwigslust-Parchim nun schnell reagieren. Jens Büttner
In Planung

Ein 25 Kilometer langer Zaun soll vor der Schweinepest schützen

Für das eingezäunte Gebiet im Landkreis Ludwigslust-Parchim sollen dann spezielle Regeln greifen. Unter anderem dürfen Hunde dann nicht mehr frei herumlaufen.
dpa
Parchim

Die Erweiterung des Schutzzauns gegen die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Ludwigslust-Parchim wird wie geplant fertiggestellt. Wie der Landkreis am Montag weiter mitteilte, stehen inzwischen etwa 25 Kilometer Zaun um den jüngsten Fundort eines nachweislich mit dem ASP-Virus infizierten Tieres. „Der Zaun steht zu mehr als der Hälfte unter Strom, die Arbeiten werden morgen abgeschlossen”.

Mehr zum Thema: Weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest in MV

Für die am Freitag begonnene Zaunerweiterung in Mecklenburg-Vorpommern war eine Bauzeit von drei bis vier Tagen angepeilt worden. Weitere 10 Kilometer sollten jenseits der Landesgrenze in Brandenburg entstehen. Ein Sprecher ging davon aus, dass auch diese fertiggestellt worden seien.

Sieben bestätigte Fälle von ASP in der Region

In der Vorwoche war nahe Redlin, außerhalb der bisher eingezäunten Kernzone rund um Marnitz, ein weiteres infiziertes Wildschwein gefunden worden. Insgesamt stieg die Zahl der amtlich bestätigten Fälle in der Region damit auf sieben. Neben der Erweiterung des Schutzzauns wurde auch die Suche nach weiteren Tieren verstärkt.

Für das eingezäunte Kerngebiet, das mehrere Gemeinden umfasst, gelten besondere Regelungen der Veterinärbehörde. Wie der Landkreis ausführte, darf der Wald weder befahren noch betreten werden. Auch jegliche Fortbewegung auf Tieren ist untersagt, Hunde dürfen im gesamten Gebiet zudem nicht frei herumlaufen. Im Kerngebiet und der darum ausgewiesenen Pufferzone wurde zudem eine Jagdruhe veranlasst. Kontrolliert werden sollen die Regeln von den Ordnungsämtern. Oberstes Ziel der Maßnahmen ist nach Angaben der Kreisverwaltung, eine Übertragung der Tierseuche auf Hausschweine zu verhindern.

Lesen Sie auch: Jäger sollen mehr Schweine schießen

zur Homepage