:

Ein Amt, mit dem alle zu tun haben

Ob Pilzsammler oder Feuerwerk-Fan, ob Arzt oder Patient, ob jung oder alt – das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat für fast jeden Menschen etwas zu bieten. Marlis Tautz wählte einige Bereiche aus, in denen Bilanz gezogen wurde.

2014 blieb MV von schweren Grippewellen verschont.
© Dorazett – Fotolia.com 2014 blieb MV von schweren Grippewellen verschont.

Kontrollen beim Feuerwerk

Das Landesamt ist auch für den Umgang mit Feuerwerk und Munitionsfunden verantwortlich. 2014 wurden landesweit 862 Feuerwerke angemeldet, darunter 38, die auf Theaterbühnen abgebrannt werden sollten. Bei Vorab-Kontrollen konnten Prüfer regelmäßig Sicherheitslücken aufdecken, zum Beispiel bei vorgeschriebene Absperrungen oder Abschussrampen.

Tödliche Gefahr im Pilzkorb

Pilzsammler vor dem Schlimmsten bewahrt: 318 giftige Pilze haben Pilzsachverständige in der vergangenen Saison aus Eimern und Körben geholt. Darunter so unheilvolle Vertreter wie den Grünen Knollenblätterpilz (27  Stück), Pantherpilz (112), Gifthäubling (170) sowie Ziegelrote Risspilze und Frühjahrslorcheln (je  3). MV ist das einzige Bundesland, das die Pilzberatung als Landesaufgabe im Rahmen der öffentlichen Gesundheitsvorsorge einstuft und unterstützt.

Jeder Fünfte hat eine Behinderung

In MV leben immer mehr Menschen mit Behinderung: Ihr Anteil in der Bevölkerung stieg seit 2001 von knapp 12 Prozent auf nunmehr 21,3 Prozent. Jeder fünfte Einwohner hat eine Behinderung, was nach Auskunft des Landesamtes dem Deutschlandtrend entspricht.

Schwache Grippesaison

Das hartnäckige Erkältungsvirus des Winters 2015 dürfte einigen noch gut in Erinnerung sein. 2013 hingegen hatte eine Grippewelle den Norden überrollt und 3978 Menschen niedergestreckt. Im Vergleich dazu verblasst das Jahr dazwischen regelrecht: Gerade 187 Grippepatienten stehen für 2014 zu Buche.

Mehr Väter in Elternzeit

Genau 15  485 Anträgen auf Elterngeld hat das Landesamt 2014 stattgegeben, das waren wieder mehr als im Jahr zuvor. Gestiegen ist auch der Anteil der Väter: um knapp 10 auf 30,73 Prozent. Allerdings nahmen die Männer das Elterngeld im Durchschnitt nur 3,2 Monate in Anspruch.