CORONAVIRUS

Ein Held von Lübtheen soll MV-Impfkampagne retten

Mehrfach hat sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig genervt von der schleppenden Impfkampagne in MV gezeigt. Ein Impfmanager sollte helfen – doch der ist immer noch nicht da. Warum?
Einer der Helden von Lübtheen: General Gerd Josef Kropf. (Archivbild)
Einer der Helden von Lübtheen: General Gerd Josef Kropf. (Archivbild) Bundeswehr
Schwerin ·

Er muss durchgreifen, er muss durchblicken, er muss koordinieren und er muss auch mit der entsprechenden Autorität ausgestattet sein – der neue Impfmanager, den Manuela Schwesig so händeringend sucht, um das Impftempo zu erhöhen. Zwar hat Mecklenburg-Vorpommern bei der Impfquote im Vergleich mit den anderen Bundesländern zuletzt aufgeholt – doch noch immer klemmt es bei der Impflogistik.

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Im Anschluss an die Kabinettssitzung betonte die MV-Ministerpräsidentin in dem Zusammenhang, dass sich die Landesregierung zum Thema Impfmanager mit Brigadegeneral Gerd Josef Kropf von der Bundeswehr eng austauschen würde. Kropf hatte maßgeblich bei der Bekämpfung des verheerenden Waldbrandes in Lübtheen im Sommer 2019 mit geholfen.

General Kropf im Interview: "Eine solche Lage löst man nicht im Stuhlkreis"

Kein Grund zur Entwarnung

Da derzeit relativ wenig Impfstoff vorhanden sei, wolle man die aktuelle Impfsituation mit Unterstützung von Kropf analysieren, um dann im Juni und Juli – wenn mehr Impfstoff zur Verfügung stehe – eine entsprechend vorbereitete Logistik einsetzen könne. Schwesig kündigte an, dass sie zu gegebener Zeit gemeinsam mit Gesundheitsminister Harry Glawe einen entsprechenden Vorschlag für den Posten des Impfmanagers machen werde.

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Gleichzeitig machte Schwesig deutlich, dass das exponentielle Wachstum in MV gebrochen sei. Allerdings sei dies noch kein Grund zur Entwarnung. Dies unterstrich auch Nils-Olaf Hübner, Hygienearzt an der Uni Greifswald und Berater der Landesregierung. „Es gibt Hinweise, dass der Impfschutz sowohl bei der brasilianischen als auch der südafrikanischen Variante nicht so effektiv ist”, warnte Hübner. Derzeit werde auch intensiv geforscht, ob die aktuellen Impfstoffe bei der indischen Corona-Variante ausreichend helfen würden.

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Kommentare (7)

🤔

Der braucht aber einen neuen Posten, die Pension reicht nicht ganz
🤯

mit schmackigen Bildern! Trotzdem bleiben es Nichtskönner.

Im gleichen Schritt und Tritt.
Wir Pioniere kennen sie
Und laufen fröhlich mit,
Gute Freunde, gute Freunde,
Gute Freunde in der Volksarmee.

Soldaten sind vorbeimarschiert
Die ganze Kompanie
Und wenn die Manu groß ist, will sie
Soldat sein, so wie sie
Gute Freunde, gute Freunde,
Gute Freunde in der Volksarmee

Man kann sich beim Handeln unserer MP mittlerweile nur noch die Augen reiben. Immer hübsch mit dem Finger auf andere zeigen, aber es mit der eigenen Mannschaft nicht gebacken bekommen, weil gefühlt jeder dieser Politakteure irgendwas alleine dreht. Es ist unglaublich. Und jetzt also mal wieder Symbolpolitik für den Urnenpöbel, wie es der großartige Georg Schramm einst in seiner Klofrauenrede nannte. Da wird ein General (drunter gehts nicht) für eine heroisch erklärte Kampagne aus dem Ruhestand reaktiviert, damit der alte Haudegen noch irgendetwas an Struktur in diesen strukturlosen Laden bringt, weil man gerade dabei ist, es selbst zu vergeigen. Als der irgendwann unglücklich zum Minister berufene Dauerstadtpräsident vergangene Woche seinen "Ich hab da mal fix ne Idee"-Vortrag zur Freigabe von AstraZeneca für alle Altersgruppen hervorbrummelte, ließ sich erahnen was bald passieren sollte. Das LAGuS kam wie so oft nicht hinterher, das WebPortal war nicht angepasst, gestern dann ganz platt, Reaktion auf die Registrierung seit Tagen Fehlanzeige und jetzt sollen sich einfach alle mal an die Hausärzte wenden, weil nichtmehr genug Impfstoff da ist, während dort seit vergangener Woche die Telefone nichtmehr still stehen. Das ist doch nicht deren Ernst. Sollte sich der Herr General darauf einlassen, darf man ihm eines ganz bestimmt wünschen: Gute Nerven! Ach und die rechtzeitige Einsicht abzuspringen, wenn hier im Wahljahr nur jemand gesucht wird, auf den falls es doch nicht so funktioniert mit dem Finger gezeigt werden kann, damit an der eigenen Reputation kein unschöner Schein haften bleibt.

Ja es war ein ganz guter Auftritt des Herrn Kropf in Lübtheen. Hier darf man aber nicht vergessen, dass er zu diesem Zeitpunkt noch Soldat war. Und wenn nichts in der Bundeswehr funktioniert, die Abläufe dort und Befehl und Gehorsam funktionieren noch. Was wäre dieser Held ohne seine eingespielte Mannschafft? kurz gesagt NICHTS außer ein General im Wald. man darf gespannt sein, wie der Oberimpfmanager aller schon eingesetzten Impfmanager (die bestimmt einen guten Job machen) im zivilen Umfeld agieren wird. In einem Wust von Bürokratie, bei zivilen Mitarbeitern die gerne alles fünf mal im Kreis besprechen ohne zu einer Lösung zu kommen, einer Ministerpräsidentin die die Schuld grundsätzlich bei anderen sucht und wenn sie keinen findet, dann hat der Pflasterstein schuld...schnell noch mal nach unten treten. Aber der General wirds schon machen und wenn nicht, dann hat die MP einen Schuldigen der nach dem Schuldspruch weiter seine Pension bezieht. Mit alles hört auf mein Kommando wirds aber nichts.

Was haben wir denn nur für Fachkräfte in den Ministerien. Für alles braucht man Beraterfirmen.
Die eine versenkt Milionen im Schiff und wird nach Brüssel befördert. Der nächste versenkt mit den Mautplänen Milionen Steuergelder und der Rest bereichert sich an Provisionen.
Jetzt muss die Reserve mit militärischer Ordnung ran um den Gegner Virus zu bekämpfen.
Kosten spielen da keine Rolle.
Der Steuerzahler wird das dann ja merken, wenn er gemolken wird.