Straßenschäden

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Ein Stück Ostsee-Autobahn geht hier den Bach runter

Die A20 nahe der Trebeltalbrücke bei Tribsees. Die Autobahn ist für den Verkehr in Fahrtrichtung Rostock voll gesperrt.
Die A20 nahe der Trebeltalbrücke bei Tribsees. Die Autobahn ist für den Verkehr in Fahrtrichtung Rostock voll gesperrt.
Polizei

Was aussieht wie die Folgen eines Erdbebens, ist ein noch nicht mal 15 Jahre alter Abschnitt der A20. Autos fahren dort so schnell keine mehr.

Der Standstreifen und die rechte Spur sind schon komplett weg, die linke Fahrbahn steht nur noch zur Hälfte. Die Leitplanken sind in den Straßengraben geplumpst, Erdreich, Sand und Asphaltbrocken sind eine Etage tiefer gerutscht. Ein rund 30 Meter lange Abschnitt der Ostsee-Autobahn 20 bei Tribsees an der Trebeltalbrücke bietet zurzeit ein äußerst jämmerliches Bild.

Der Zustand der Bundesautobahn ist mittlerweile derart schlimm, dass die Polizei selbst die Umleitung des Verkehrs in Richtung Rostock auf der Gegenfahrbahn nicht mehr zulassen kann. Nur der Gegenverkehr in Fahrtrichtung Stettin darf auf einer Spur noch rollen. Autofahrer in Richtung Rostock müssen stattdessen die Umleitung über die Abfahrt 21 Tribsees und die L19 nutzen, meldete die Polizei Stralsund bei Twitter. Der betroffene Teilabschnitt der A20 war im November 2003 fertiggestellt worden.

Das Verkehrsministerium prüft nun mögliche Folgeszenarien. „Wir haben uns dabei keine Denkverbote auferlegt und versuchen, für jeden denkbaren künftigen Fall ausreichend vorbereitet zu sein“, sagte Minister Christian Pegel (SPD) zu den breit angelegten Vorprüfungen der Behörden. Die Fahrbahn in Richtung Westen war auf etwa 100 Metern Länge mehr als einen halben Meter abgesackt und ist bereits seit Tagen komplett gesperrt. In Richtung Osten rollt der Verkehr, allerdings nur auf einer Spur.

Auch der Bau einer 100 Meter langen Behelfsbrücke war geprüft worden. Bei der jetzigen Vollsperrung einer Fahrbahn sollten großräumige Umleitungen über Bundesfern- und Landesstraßen vorbereitet werden. Pegel verwies darauf, dass aktuell keine verlässlichen Aussagen zu Umfang, Dauer und Kosten der erforderlichen Reparaturarbeiten möglich sind.

Kommentare (4)

Diesen Pfusch sollten die Planer aus eigener Tasche bezahlen. Nennen sich Straßenbauingenieure und dann sowas. Lächerlich. Da können einem die Arbeiter leid tun, für ihre verschwendete Energie und Mühe. Aber letztendlich muß wieder die Allgemeinheit bluten.

wenn man auf einem Niedermoor ein Paar Meter Sand aufschüttet, ihn für ein Jahr sich setzten lässt und dann eine dicke Asphaltdecke darauf ausrollt. Die Herren Ingenieure haben die Standfestigkeit des Untergrundes völlig überschätzt. Er gibt nach!

... und ihre eigenen Erfahrungen beim Straßenbau. Ob es Pfusch ist, ist nicht bewiesen. Letztendlich hat der Bund die Pläne des Autobahnbaus geprüft und bewilligt. Da sitzen keine Straßenbau-Amateure.

Da muss man kein Fachmann sein um solchen Oberpfusch zu erkennen. Da haben die Leute beim Bund nicht das gemacht, wofür sie mit Steuergeldern entlohnt werden, nämlich ihre Arbeit. Unterschrieben und fertig, die Baufirmen haben die Verantwortung. Zu DDR Zeiten wären die Verantwortlichen ins Loch gewandert ohne wenn und aber.