EINSATZ GEHT WEITER

Ein Wasserwerfer bleibt vorsorglich in Lübtheen

Damit der Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz nicht wieder aufflackert, bleibt ein Wasserwerfer vorerst da. Komplett gelöscht ist noch immer nicht.
dpa
Erste grüne Halme wachsen aus dem verkohlten Waldboden am Rande des munitionsverseuchten Gebiets.
Erste grüne Halme wachsen aus dem verkohlten Waldboden am Rande des munitionsverseuchten Gebiets. Jens Büttner
Lübtheen.

Die Bereitschaftspolizei Mecklenburg-Vorpommerns bleibt vorerst mit einem Wasserwerfer in Lübtheen, um bei einem neuerlichen Aufflackern des Waldbrands schnell helfen zu können. Die Polizei komme damit einer Bitte der für die Brandnachsorge zuständigen Bundesforstverwaltung nach, teilte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Freitag in Schwerin mit. „Auch wenn sich der verheerende Waldbrand beruhigt hat, komplett gelöscht ist er weiterhin noch nicht”, machte der Minister deutlich.

Zu Wochenbeginn hatten Mitarbeiter der Bundesforst die Kontrollen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen übernommen. Die Forstleute erhalten dabei Unterstützung von Polizei und Technischem Hilfswerk (THW). Insgesamt etwa 100 Kräfte sind den Angaben zufolge weiterhin im Einsatz. Das Feuer war am 30. Juni ausgebrochen und konnte erst am Montag gelöscht werden. Rund 944 Hektar Wald waren betroffen. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung.

Das gesamte Übungsgelände ist hochgradig mit Munition belastet, was die Löscharbeiten erheblich erschwerte. Zum Einsatz kamen daher neben zahlreichen Feuerwehren auch Löschhubschrauber, Räumpanzer und Wasserwerfer der Polizei aus ganz Norddeutschland. Laut Caffier unterstützten zeitweilig 22 Wasserwerfer den Landkreis Ludwigslust-Parchim bei der Brandbekämpfung. Insgesamt hätten sie fast neun Millionen Liter Wasser in das Waldgebiet gesprüht, um eine Ausdehnung der Flammen zu verhindern.

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