Neben dem Protest für mehr Umweltschutz demonstrierten die Teilnehmer auch gegen die Festnahme von anderen Aktivisten. Ei
Neben dem Protest für mehr Umweltschutz demonstrieren die Teilnehmer auch gegen die Festnahme von anderen Aktivisten. Ein beliebtes Mittel der Aktivisten: Sich am Boden festzukleben. CARSTEN KOALL
Klimaschutzpolitik

Eine-Welt-Läden zeigen Verständnis für „Letzte Generation”

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk aus MV könne den Frust der Aktivisten der „Letzten Generation” nachvollziehen – und sieht die Gruppe in der langen Tradition des zivilen Ungehorsams.
Rostock

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V wertet die Aktionen der sogenannten „Letzten Generation” auch als Ausdruck der Enttäuschung über das bisherige Versagen in der Klimaschutzpolitik. „Es ist nicht unsere Protestform, aber wir haben Verständnis für die Aktivistinnen und Aktivisten. Menschen, die wie wir seit Jahren für Klimaschutz eintreten, wurden in ihren bisherigen Protestformen nicht gehört”, sagte die Geschäftsführerin des Vereins, Andrea Krönert.

Die Gruppe sorgte mit ihren Aktionen oft für Schlagzeilen

Die Gruppe „Letzte Generation” sorgt mit ihren Blockadeaktionen an Straßenkreuzungen oder zuletzt auch am Hauptstadtflughafen BER sowie mit Aktionen in Kunstmuseen derzeit oft für Schlagzeilen und teils deutliche Kritik. Die Aktionen der letzten Generation störten und provozierten, so Krönert. Aber die Aktivisten lehnten Gewalt gegen Mensch und Tier ab. Sie sähen sich vielmehr in der Tradition des zivilen Ungehorsams, der eine lange Geschichte habe.

Mehr lesen: Warum greift der Staat gegen die „Letzte Generation” nicht durch?

Krönert betonte, seit dem Klimagipfel 2009 in Kopenhagen sei wenig passiert. Das sei eine Schande. „Insofern können wir die Ohnmacht, die Sorgen und den Frust total nachvollziehen und verstehen.” Das Landesnetzwerk ist der Dachverband der entwicklungspolitischen Initiativen in MV mit derzeit 58 Mitgliedern.

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