TROTZ WANDERUNGSGEWINN

Einwohnerzahl von MV wird wohl nicht wachsen

Mecklenburg-Vorpommern ist als Wohnort beliebt. Seit Jahren übersteigt die Zahl der Zuzüge die der Fortzüge. Trotzdem reicht es nicht für ein nennenswertes Bevölkerungswachstum. Die Einwohnerzahl von 1990 scheint unerreichbar fern.
dpa
Hier ist noch Platz: Ein leerstehendes Haus im Zentrum von Loitz.
Hier ist noch Platz: Ein leerstehendes Haus im Zentrum von Loitz. Stefan Sauer
Schwerin.

Mecklenburg-Vorpommern ist auch im vergangenen Jahr ein Einwanderungsland gewesen. Das Statistische Landesamt meldete in seinen vier Quartalsberichten für 2018 einen Wanderungsüberschuss von zusammen 7542 Menschen – so viele zogen mehr nach Mecklenburg-Vorpommern als weggingen. Die Zahl der Zuzüge liegt bereits seit 2013 über jener der Wegzüge. Für 2017 hatte das Amt einen Wanderungsgewinn von 8120 Personen gemeldet. Am größten war er 2015, im Jahr des großen Flüchtlingszustroms, mit 19.973.

Trotzdem dürfte die Einwohnerzahl des Landes im vergangenen Jahr leicht gesunken, im besten Fall gleichgeblieben sein. Denn in den ersten drei Quartalen überstieg die Zahl der Gestorbenen die der Geborenen um 6784. Für das vierte Quartal hat das Statistikamt noch keine Daten vorgelegt. Den Erfahrungen nach dürfte der Sterbeüberschuss im vierten Quartal bei mehr als 1000 liegen. Damit wäre der Wanderungsgewinn schon wieder ausgeglichen.

Viele Brandenburger ziehen Richtung Küste

Der größte Teil der Nettozuwanderung nach Mecklenburg-Vorpommern kam im vergangenen Jahr aus dem Ausland. Von dort zogen 4651 Menschen mehr zu als ins Ausland gingen. Innerhalb Deutschlands zieht es besonders viele Brandenburger Richtung Küste: Von dort betrug der Wanderungsüberschuss 980 Personen – so viel wie aus keinem anderen Bundesland.

Die Einwohnerzahl Mecklenburg-Vorpommerns beträgt rund 1,61 Millionen. Die jährlichen Veränderungen sind sehr gering: 2015 stieg die Zahl leicht, im Jahr darauf ging sie leicht zurück und 2017 stieg sie wieder leicht auf 1.611.119 Einwohner. Für 2018 liegt die Zahl noch nicht vor. 1990 hatte der Nordosten noch 1,9 Millionen Einwohner. Prognosen gehen bis zum Jahr 2030 von einem weiteren Rückgang aus.

Diese Agentur berät Menschen, die aus dem Nordosten weggezogen sind, nun aber wieder zurück nach Mecklenburg-Vorpommern ziehen wollen.

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Kommentare (1)

ist ja nicht nur ein Problem von MV, es betrifft ja D generell - Ursache Wirkung - die Zuwanderung über die offenen Grenzen das ist wahrlich nicht der Stein der Weisen wie uns die Politik weis machen will - ? Welcher Mensch mit Ausbildung zahlt freiwillig diese Unmenge von Abgaben für so wenig Leistung Service oder Vergünstigungen - oder unehrliche Wahlversprechen - - Vorschlag: vervierfacht in MV die Harz 4 Bezüge/Sozialleistungen des Staates - viel Spaß in der Zukunft