HANSE SAIL

Eisbrecher nach Kollision nicht mehr fahrbereit

Der Unfall des Eisbrechers „Stettin” überschattete die Hanse Sail. Zehn Menschen wurden leicht verletzt, als das Schiff mit einer Fähre kollidierte. Die Reparatur wird aufwendig.
dpa
Der Dampfeisbrecher "Stettin" verunglückte mit einer finnischen Frachtfähre bei der Hanse Sail.
Der Dampfeisbrecher „Stettin” verunglückte mit einer finnischen Frachtfähre bei der Hanse Sail. Bernd Wüstneck
Rostock.

Der historische Dampfeisbrecher „Stettin” ist nach dem Zusammenstoß mit einer finnischen Fähre am Samstag während der Hanse Sail in Rostock nicht mehr fahrbereit. Das Traditionsschiff aus Hamburg liege nun im Rostocker Fischereihafen und könne diesen Platz aus eigener Kraft nicht verlassen, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Montag. Der Unfall hatte sich während einer Ausfahrt mit Gästen ereignet. Dabei waren nach Polizeiangaben zehn Gäste leicht verletzt worden, drei von ihnen mussten ärztlich behandelt werden. Die Ursache war zunächst unklar.

Der Rumpf des Schiffes ist den Angaben zufolge auf etwa zwei Metern Länge aufgeschlitzt. Das tiefste Ende liege nur 60 Zentimeter über der Wasserlinie, sagte ein Mitarbeiter der Berufsgenossenschaft (BG) Verkehr am Montag. Die Genossenschaft habe das Schiff noch am Samstag besichtigt und Sicherheitsauflagen erteilt.

„Stettin” muss in Spezialwerft

Wegen der historischen Bauart des genieteten Schiffrumpfs könne nur eine Hamburger Spezialwerft den Schaden reparieren, hieß es bei der Polizei. Wenn die „Stettin” nach Hamburg wolle, brauche sie dafür eine Schleppgenehmigung der Berufsgenossenschaft Verkehr, sagte der BG-Mitarbeiter. Bisher sei aber kein Antrag gestellt worden.

Auch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) habe Ermittlungen aufgenommen, erklärte ein Sprecher. Es seien Positionsdaten und Radaraufzeichnungen gesichert worden. Der Vorfall werde in der Kategorie „Wenig schwerer Seeunfall” geführt.

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