FUßBALL

Eklat beim Hansa-Spiel in Rostock

Erst ein prächtiges Fahnenmeer, dann ein mitreißendes Spiel des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock. Ehe die Südtribüne für einen Eklat sorgt.
Peter Krüger Peter Krüger
Das geschmacklose Spruchband auf der Rostocker Südtribüne. Unsere Redaktion hat den Namen des verunglimpften Polizisten nachträglich unkenntlich gemacht.
Das geschmacklose Spruchband auf der Rostocker Südtribüne. Unsere Redaktion hat den Namen des verunglimpften Polizisten nachträglich unkenntlich gemacht. Andy Buenning
Rostock.

Es hätte der perfekte Hansa-Tag sein können. Ja, können. Denn leider hat ein gezeigtes und überaus geschmackloses Spruchband der Südtribüne für Aufsehen gesorgt – und zwar für negatives. Erst lieferten die Fans der Rostocker mit zehntausend Fahnen ein spektakuläres Bild auf den Rängen, dann sorgten die Kicker von Trainer Pavel Dotchev mit einem mitreißenden 3:1-Heimsieg über Fortuna Köln für sportliche Glückseligkeit.

Und mittendrin wurde auf der Südtribüne ein Spruchband mit der Aufschrift „Kennzeichnungspflicht für S.B.” ausgerollt. Der Name des Mannes war dabei vollständig ausgeschrieben worden, unsere Redaktion möchte sich an dessen Weiterverbreitung aber nicht beteiligen. Das Spruchband brachte die Hansa-Führung gehörig auf die Palme. Hintergrund: Bei S.B. handelt es sich um einen Polizisten, der Anfang September bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

In der Fanszene wird regelmäßig der Einsatz einer Kennzeichnungspflicht für Beamte, die bei Fußballspielen im Einsatz sind, gefordert. Die Kennzeichnungspflicht ist jedoch Ländersache, seit Jahresbeginn gilt sie auch in Mecklenburg-Vorpommern. Polizisten müssen seitdem eine fünfstellige Nummer an der Uniform tragen.

Verein zeigt sich schockiert

„Wir sind fassungslos und schockiert über dieses Transparent, das an Niveaulosigkeit kaum noch zu überbieten ist”, zeigt sich Vorstandsvorsitzender Robert Marien in einer Stellungnahme wahnsinnig enttäuscht und entschuldigte sich im Namen des Vereins bei den Angehörigen des Verstorbenen und der gesamten Polizei.

„Wie takt- und skrupellos muss man sein, einen Verstorbenen zu verunglimpfen und seiner trauernden Familie zusätzlichen Schmerz zuzufügen?”, so Marien weiter. Außerdem spricht der Hansa-Boss von einem Tag, „an dem sich einige, die Hansa ihren Herzensverein nennen, ein wahres Armutszeugnis ausgestellt haben und die Werte, für die unser F.C. Hansa steht, massiv untergraben und mit Füßen getreten haben”.

Dieses Spruchband soll laut Marien Ende November bei der Mitgliederversammlung thematisiert werden. Eine Reaktion des Fanclubs gibt es bislang noch nicht.

Erst vor wenigen Tagen wurde der FC Hansa Rostock wegen unsportlichen Verhaltens seiner Fans während des Pokalspiels gegen den VfB Stuttgart vom Sportgericht zu einer Geldstrafe verdonnert.

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Kommentare (6)

Natürlich wieder die Subtras, diese als Fussballfans getarnten, als Polizeihasser bekannten linksradikalen Idioten. Jetzt sollte endlich durchgegriffen werden mit lebenslangem Stadionverbot.
Handeln sie ,Herr Caffier!

Herr Caffier (Innenminister MV) ist nicht Betreiber oder Nutzer des Ostseestadions. Also nicht zuständig.

Erst Recht falsch, Caffier ist als Innenminister Chef der Polizei in MV, somit zuständig für die Bekämpfung der linken Kriminalität, also auch der als Fussballfans getarnten linken Chaoten. Und nebenbei auch für die gesamte Kriminalitätsbekämpfung in MV.

... kann kein Stadionverbot aussprechen. Das Ostseestadion ist kein öffentlicher Raum sondern Privatbesitz. Für den öffentlichen Raum kann die Polizei Platzverbote aussprechen.

Ja, da haben sie Recht, Stadionverbot kann nur der Verein aussprechen. Aber die Polizei ist für die Personalien Feststellung zuständig, damit der Verein dann personelgebundenes Stadionverbot aussprechen kann. Aber es wird sich zeigen, das diesbezüglich nichts passieren wird.

Suptras nennen die sich und es ist noch nicht bekannt, wer für dieses peinliche Banner verantwortlich ist. Alle Suptras ganz gewiss nicht.
Davon abgesehen, sind viele Suptras eher rechtsradikale Idioten, auch darum die innige "Freundschaft" zur St. Pauli-Szene. Linksradikale gibt es in dem Block einfach nicht, dies ist ein FAKT.
Stadionverbote kann ein Minister nicht verhängen (das wäre ja noch schöner...), aber ich hoffe, dass der FC Hansa dies tut. Denn es ist ja wohl (hoffentlich) die Aufstiegssaison, man möchte gerne wieder gegen den FC St. Pauli spielen.