Polizei warnt

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Elf Diebstähle pro Tag aus Autos

Die Polizei hat in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr 4160 Diebstähle aus oder an parkenden Autos registriert.
Die Polizei hat in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr 4160 Diebstähle aus oder an parkenden Autos registriert.
Axel Heimken

4160 Mal kam es im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern zu Diebstählen aus Autos. Besonders oft sind Strandbesucher betroffen.

Navis, Handys Geldbörsen: Die Polizei hat in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr 4160 Diebstähle aus oder an parkenden Autos registriert. Das waren 8,7 Prozent weniger als im Jahr davor und 20,7 Prozent weniger als 2015, wie das Landeskriminalamt in Rampe bei Schwerin mitteilte. Der Trend habe sich auch im ersten Halbjahr 2018 fortgesetzt.

Allerdings konnte voriges Jahr nur jeder achte Fall aufgeklärt werden, 340 Tatverdächtige wurden ermittelt. Die Aufklärungsquote sank zuletzt stärker als die Zahl der Diebstähle: Im Jahr 2015 konnten noch in 12,8 Prozent der Fälle der oder die mutmaßlichen Täter ermittelt werden, wie es hieß. 2016 lag die Aufklärungsquote bei 12,4 und 2017 nur noch bei 11,9 Prozent.

Wertsachen nicht im Auto lassen

Im Sommer sind immer wieder auch Autos von Strandbesuchern betroffen, wie jüngst auf Rügen. Dort war es am 13. Juli innerhalb weniger Stunden zu zwei Angriffen auf zwei Wagen gekommen, die in der Nähe von Stränden geparkt waren. In beiden Fällen kamen unter anderem Bargeld, Geldkarten und Ausweispapiere abhanden.

„Der beste Schutz sind Wachsamkeit und eine der jeweiligen Situation angepasste Vorsicht”, sagte Matthias Rascher vom Landeskriminalamt. Er riet, keine Wertsachen im Auto liegenzulassen, selbst wenn man nur für kurze Zeit aussteigt. Auch Gepäckträger am Auto würden zum Ziel von Kriminellen, wenn sie keine Diebstahlsicherung besitzen. Alle Befestigungspunkte sollten ein Sicherheitsschloss haben, sagte er.

Polizei warnt vor Betrügern

Auch gegenüber Mitmenschen sei Vorsicht durchaus angebracht. „Seien Sie misstrauisch, wenn Sie auf Parkplätzen auf vermeintliche Schäden an Ihrem Fahrzeug aufmerksam gemacht werden oder Sie jemand bittet, anderen auf Landkarten den Weg zu zeigen”, sagte Rascher.

„Das könnten Tricks sein, mit denen Sie und Ihre Begleiter aus dem Fahrzeug gelockt werden sollen, damit Diebe Wertsachen aus dem Wagen stehlen können.” Auch auf Mitleidsmaschen sollte man nicht hereinfallen, sagte Rascher. Dabei würden Unfälle oder Pannen vorgetäuscht und hilfsbereite Reisende bestohlen oder ausgeraubt.