Steigende Corona-Zahlen

Eltern fordern mehr Corona-Tests an Schulen

Der Landeselernrat fordert drei Corona-Tests pro Woche für die mehr als 150.000 Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern.
dpa
Die Tests sollten montags, mittwochs und freitags stattfinden, heißt es vom Landeselternrat.
Die Tests sollten montags, mittwochs und freitags stattfinden, heißt es vom Landeselternrat. Sebastian Gollnow
Schwerin

Angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen werden die Forderungen nach mehr Tests in den Schulen lauter. Nach der Lehrergewerkschaft GEW fordert nun auch der Landeselternrat drei statt zwei Tests pro Woche für die mehr als 150.000 Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Tests sollten montags, mittwochs und freitags stattfinden, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung des Landeselternrats nach dessen Herbsttagung.

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Außerdem fordert das Gremium in dem Papier eine Diskussion über notwendige Inhalte in den Rahmenplänen, eine erhöhte Zuweisung von Stunden, um gezielt Schüler zu fördern, sowie rechtzeitige Informationen zu den Abschlussprüfungen.

Jenseits der Corona-Krise übte der Landeselternrat Kritik an der geplanten Zusammenführung mehrerer Fächer, darunter Geografie, Geschichte und Sozialkunde, zum Fach „Gesellschaftswissenschaften” in der fünften und sechsten Klasse. „Wir erwarten, dass sich moderne Schule auch in den Inhalten der Rahmenpläne, ideologiefrei, widerspiegelt, ohne Bewährtes zu ignorieren”, heißt es in der Erklärung.

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Im Juni hatte die damalige Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) die Einführung des neuen Schulfachs in der Orientierungsstufe angekündigt. Zunächst werde es 2022 an bis zu 45 freiwilligen Modellschulen auf dem Stundenplan stehen, hatte sie gesagt. Zu den Kritikern dieses Planes gehörte damals auch die Fraktionsvorsitzende der Linken, Simone Oldenburg. Die heutige Bildungsministerin gab im Juni zu bedenken: „Politische Bildung ist wichtig und muss möglichst früh in den Unterricht eingebunden werden, darf aber nicht zu Lasten der Wissensvermittlung in den Einzelfächern gehen.”

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