BEHELFSBRÜCKE FERTIG

Endlich wieder freie Fahrt über die A20 bei Tribsees

Die Behelfsbrücke über dem ehemaligen Loch an der Autobahn A20 bei Tribsees ist jetzt offiziell freigeben.
Die A20 bei Tribsees ist offiziell wieder freigegeben.
Die A20 bei Tribsees ist offiziell wieder freigegeben. Fabian Beyer
Tribsees.

Die Bauarbeiter haben noch die ganze Nacht über durchgeschuftet, damit Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) die 773 Meter lange Behelfsbrücke über dem ehemaligen Loch an der Autobahn A20 bei Tribsees am Mittwochvormittag offiziell freigeben konnte.

Die ersten Autos rollen über die Brücke:

Zusammen mit dem für den Autobahnbau zuständigen Abteilungsleiter im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Ronald Normann, und Langsdorfs Bürgermeister Hartmut Kolschewski saß Pegel im ersten Auto, das über die Stahlbrücke in Richtung Stettin fuhr. Am späten Vormittag wurde auch die Spur Richtung Rostock freigegeben. Autofahrer sparen etwa zehn bis 15 Minuten gegenüber der Umleitungsstrecke. Für die Bewohner von Langsdorf und dem Nachbarort Böhlendorf (durch diese Orte führte die Umleitung) endet damit eine lange Leidenszeit.

Vorsicht Blitzer!

Pegel fand die erste Fahrt „spannend“, es sei ein erlösendes Gefühl gewesen und habe sich genauso angefühlt, wie es in dem berühmten Video rüberkam. Die im Vorfeld viel belachten Geräusche höre man beim Drüberfahren zwar, es ist aber lange nicht so extrem wie man hätte denken können. Damit spielte er auf ein virales Video an, welches vor einigen Tagen durchs Netz ging. Offenbar lag im Wagen bei dieser „inoffiziellen Testfahrt” ein offener Werkzeugkoffer, der den Lärm verstärkt hatte.

Die ersten Autofahrer auf der Behelfsbrücke gaben ein Hupkonzert auf der Brücke, viele hielten den historischen Moment mit dem Handy fest. Erlaubt ist auf der Brücke eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde, in beide Richtungen sind Blitzer aufgebaut.

Vor 2025 soll die Autobahn wieder fertig sein

Minister Pegel hielt sich bedeckt, wann die Bauarbeiten komplett abgeschlossen und das A20-Loch Geschichte sein könnte. Er könne dazu nichts genaues sagen, aber deutlich vor 2025 soll die Autobahn wieder ohne Einschränkungen zu Befahren sein.

Damit ist die rund 15-monatige Übergangsphase beendet, die mit dem spektakulären Zusammenbruch der an dieser Stelle über einem Torfgebiet gebauten A20 im Herbst vergangenen Jahres begann. Bis zu 20.000 Autos täglich quälten sich über die Umleitungsstrecke durch die beiden Ortschaften Langsdorf und Böhlendorf. Langsdorfs Bürgermeister Kolschewski blickte denn auch mit Vorfreude über die erste ruhige Nacht in der kleinen Gemeinde.

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