Mecklenburg-Vorpommern stehen unruhige Tage bevor.
Mecklenburg-Vorpommern stehen unruhige Tage bevor. Stefan Sauer
Unwetter

Energieversorger in MV bereitet sich auf Stromausfälle vor

Bislang gab es keine nennenswerten Schäden aufgrund des Wetters. Ein Energieversorger bereitet sich indes schon darauf vor, mögliche Stromstörungen schnell zu beseitigen.
dpa
Schwerin

Mecklenburg-Vorpommern wappnet sich erneut für stürmische Tage. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) muss von Mittwochabend an auch im Nordosten mit schweren Sturmböen und Gewittern gerechnet werden. Für die Nacht zum Donnerstag wurden kräftige Schauer sowie vereinzelt schwere Gewitter mit Graupel und orkanartigen Böen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde vorhergesagt.

Fahrplanänderungen für den Nordosten

Die Deutsche Bahn AG reagierte auf die Unwetterwarnung und kündigte für Donnerstagfrüh aus Sicherheitsgründen Fahrplanänderungen an. So werde auf den Strecken Lübeck – Bad Kleinen – Neubrandenburg – Pasewalk – Szczecin sowie Neubrandenburg – Altentreptow und Wismar – Bad Doberan der Bahnverkehr frühestens um 6.30 Uhr aufgenommen, frühere Verbindungen fielen aus. Die Züge würden mit verminderter Geschwindigkeit fahren, so dass es zu Verspätungen kommen könne. Reisenden im Fernverkehr bot die Bahn an, die für den Zeitraum vom 17. bis 18.2. gekauften Tickets sieben Tage lang flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren zu können.

Der in Mecklenburg und Nordbrandenburg agierende Energieversorger Wemag (Schwerin) verstärkte nach eigenen Angaben angesichts drohender Leitungsschäden die Bereitschaftsdienste. Zudem stünden zusätzliche Vertragsfirmen bereit. „Wir bemühen uns um eine möglichst schnelle Beseitigung von Störungen. Bei den voraussichtlich schwierigen Witterungsverhältnissen und je nach Schadenslage kann das jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen”, heißt es in einer am Mittwoch verbreiteten Mitteilung.

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Auf den Sturm folgt der Orkan

Das stürmische Wetter soll sich bis zum Wochenende fortsetzen. Dem aktuellen Orkantief „Ylenia” werde am Freitag das nächste Orkantief namens „Zeynep” folgen. „Es bringt erst teils kräftigen Regen, später dann auch wieder stürmischen Wind”, sagte der Meteorologe Adrian Leyser. Die Vorhersage sei zwar noch recht unsicher, allerdings sei spätestens in der Nacht zum Samstag in einigen Regionen Deutschlands wieder mit orkanartigen Böen und Orkanböen zu rechnen, erneut auch mit Folgen für Bahn-, Straßen- und Luftverkehr.

Bisher keine nennenswerten Schäden

Nach Angaben von Polizei und Rettungsdiensten waren in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Mittwochnachmittag keine nennenswerten Sturmschäden zu verzeichnen. Bei Loitz landete aufgrund des starken Windes ein Dixi-Klo auf einer Straße und behinderte den Verkehr. Zudem seien vereinzelt Äste von Bäumen abgerissen worden. Kraftfahrer wurden zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgefordert.

Ende Januar, als Sturmtief „Nadia” über Norddeutschland hinweggefegt war, verletzte sich in der Mecklenburgischen Seenplatte ein 16-jähriger Motorradfahrer schwer, als er mit seinem Fahrzeug gegen einen umgestürzten Baum fuhr.

Bei dem Sturm Ende Januar hatte die Wemag in ihrem Versorgungsgebiet eine Reihe von Stromausfällen zu verzeichnen. Besonders betroffen waren die Regionen Crivitz, Güstrow, Plau am See und Dömitz. Auch die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei waren damals stark gefordert. Allein im Landkreis Vorpommern-Rügen zählte die Rettungsleitstelle etwa 800 Einsätze. In anderen Kreisen waren es kaum weniger.

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