SCHWESIG

Entscheidungen zu Corona-Lockerungen in MV werden geprüft

Hoffnung, aber keine Versprechen: Nach massiver Kritik aus dem Tourismus hat Manuela Schwesig (SPD) bekräftigt, dass die geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen nochmals geprüft werden.
dpa
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern (Archivbild aus dem Landtag MV).
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern (Archivbild aus dem Landtag MV). Jens Büttner
Schwerin ·

Die von der Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern kritisierte späte Öffnung für Gäste aus anderen Bundesländern – geplant ist der 14. Juni – wird am 31. Mai noch einmal überprüft. Das hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in einem Interview mit dem Nordkurier noch einmal bekräftigt.

+++ Hier finden Sie das vollständige Interview: Frau Schwesig, sind Sie von der massiven Kritik überrascht? +++

Man habe klar verabredet, dass das Land die Werte dann noch einmal überprüft, sagte Schwesig mit Bezug auf die sinkenden Corona-Neuinfektionswerte. Bis dahin wisse man auch schon viel darüber, wie sich Öffnungsschritte in Schulen, Kitas, Einzelhandel und Gastronomie ausgewirkt hätten.

Mehr zu den aktuellen Corona-Regeln finden Sie hier: MV startet mit gelockerten Corona-Regelungen in neue Woche

Massive Kritik an Corona-Regeln

„Und wenn sich die Zahlen bis dahin besser entwickeln als die Prognosen, kann man natürlich auch Schritte vorziehen”, erklärte Schwesig. Sie wolle aber keine Dinge versprechen, die später nicht gehalten werden könnten.

Mehr lesen: MV-Dauercamper können ab Pfingsten auch übernachten

Viele Tourismus-Anbieter hatten die am 12. Mai getroffenen Regelungen aus Schwerin massiv kritisiert und wie 2020 bereits zu Pfingsten auf erste Öffnungsschritte gehofft. Dem war die Landesregierung mit Blick auf die Corona-Neuinfektionszahlen pro 100.000 Einwohner nicht gefolgt. Nun sollen Bewohner aus Mecklenburg-Vorpommern ab 7. Juni, auswärtige Urlauber ab 14. Juni in die Quartiere reisen dürfen.

Mehr lesen: Inzidenz in MV am Sonntag leicht gestiegen

Ein wichtiges Argument dafür war laut Schwesig, dass bis Mitte Juni etwa die Hälfte der Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns eine erste Corona-Schutzimpfung erhalten haben sollen. Die Wochen-Inzidenz lag am Sonntag landesweit bei 58,2 mit deutlichen niedrigeren Werten in Vorpommern-Rügen und mehr als 80 an der Seenplatte.

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Zurück nach MV

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Kommentare (15)

Für wie dumm will uns Frau Schwesig eigentlich noch verkaufen? Da hat es mir wirklich fast die Sprache verschlagen! Was soll diese billige Hinhaltetaktik? Dass sie sich nicht selbst blöd dabei vorkommt, kann ich gar nicht begreifen. In zwei Wochen will sie also nochmal überlegen, ob ihre Vorstellungen über die Aufhebung der Verbote so richtig sind? Und falls sie dann doch erkennen sollte, dass sie sich da ein bisschen festgefahren hat, was hat sie sich vorgestellt, was dann passieren soll? Dann wird der Tourismus zwei Tage früher wieder erlaubt, oder was?! Und das Ganze mit der Hoffnung, dass die Hotels und Ferienwohnungsvermieter sowieso noch ein paar Tage brauchen werden, bis der Laden wieder angefahren werden kann?? So dass man sich damit letztlich doch irgendwie noch bis Mitte Juni "retten" kann.
Es gibt überhaupt keine Rechtfertigung, mit der gnädigerweise in Aussicht gestellten Überprüfung bis zum 31.05.2021 zu warten! Vielmehr darf angesichts der massiven Kritik und des immensen Schadens durch die fortdauernden Verbote eine sofortige(!) Überprüfung ihres Standpunktes erwartet werden.

Mehr kann ich euch nicht raten.

Sie versteht es nicht, die Frau sollte überprüft werden ob noch alles gerade ist. Hat denn keiner der anderen den Arsch in der Hose und ihr mal die Meinung geigen oder rutschen dort alle aus. Es ist unerträglich diese Arroganz der Nachrückerin

Frühere Majestäten waren doch wesentliche schlauer.Warum begreift diese Nachrückerpolitikerin aus fremden Bundesland nicht, was sie der einheimischen Bevölkerung antut! Was vernebelt dieser Frau das Gehirn? Steuern von Zweitwohnungsbesitzern werden aber trotzdem von den Gemeinden weiterhin gerne genommen.

Wenn Pfingsten für die Gastro und Touristikbrange ausfällt, dazu alle etwas größeren Veranstaltungen gecancelt sind, was sollte irgendwen südlich der Berlingrenze dazu veranlassen hier Urlaub zu machen? Gut, die Berliner/Brandenburger werden sicher wieder als Tagesgäste nach Usedom zu fahren wenn sie an die Küste wollen aber alle anderen? Ich glaube nicht, daß ab dem 14. Juni hier die große Welle auf und zu rauscht, wenn, ja wenn alles gut geht und unsere Küstenbarbie nicht noch was einfällt. Ich schrieb es schon mal, alle die von der Tourstikbrange abhängig sind: Das Jahr 2021 ist gelaufen. Gespannt bin ich, wenn die Touris ausbleiben und die Geschäfte und Betriebe weiter Verlußt machen, bekommen die dann weiter Unterstützung oder sagt Schwesig dann ab 14.07.2021 ist Schluß der Rest hat Pech gehabt? Da werden noch viele Fragen auftauchen und ich hoffe die Bürger stellen viele Fragen und werden vieles in Frage stellen.

Wieso nimmt man an, dass im Sommer noch scharenweise Touristen nach MV kommen? Da hat man Hotelgewerbe, Gastronomie, Ferienvermietung und Tagestourismus mal eben nach Gutsherrenart stillgelegt. Das ist einzigartig in Deutschland. Grenzkontrollen wie zu DDR-Zeiten. Die Inzidenzen sind natürlich weiterhin gestiegen, was die Sinnlosigkeit dieser Maßnahmen zeigt.
Das Personal aus Hotelgewerbe und Gastronomie ist schon längst in die Nachbarländer abgewandert, was ein böses Erwachen bei den Wiedereröffnungen geben dürfte.
In NWM/Klützer Winkel wurden Familien mit kleinen Kindern von den Stränden vertrieben und mit einem satten Bußgeld belegt. Das übliche Denunzieren aus der Nachbarschaft durfte natürlich auch nicht fehlen. Wer sich juristisch gewehrt hat, der stieß auf eine merkwürdig anmutende Rechtsprechung in Greifswald (google: LVG Richterin Barbara Borchardt).
Der Imageschaden für Tourismus und Gastronomie dürfte beträchtlich sein.

Auf nach SH, dort sitzt man schon fröhlich in den Biergärten und bedankt sich bei Frau S. für die hervorragende Auslastung!

wollte ich das lange Pfingstwochenende an der Vorpommerschen Ostseeküste verbringen - darf nicht.
Dann wollte ich das WE an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein verbringen - alles ausgebucht.
Jetzt habe ich etwas schönes an einem Fluss in Brandenburg gefunden - Super freue mich und brauche auch nur einen 24h Negativ Test dabei haben, kann ich gut mit Leben.

Schade um die Gastgeber in Vorpommern die mich sehr gerne aufgenommen hätten. Vielleicht nächstes Jahr wieder.

was will man erwarten wenn man nicht aus dem Bundesland ist, dann kann man schon mal hoffen das mehr Urlauber nach Brandenburg fahren

Nämlich gegen jede, aber auch wirklich jede Kritik, sei sie noch so scharf, anhaltend und vernünftig, vollkommen immun zu sein. Leider wimmelt es in der deutsche Politikerkaste inzwischen von diesen herzlos-hartleibigen Frauen, die angeblich den Männern ganz viel "Empathie" voraushaben. Der ganze Typus ist zum Problem geworden (Schwesig, von der Leyen, Merkel, Baerbock...), auch wenn die Diskussion darüber nicht gern gesehen wird.

Ich muss es gleich vorab sagen: Ich liebe die Landschaft in MV und ich habe auch einige der Bewohner sehr lieb gewonnen.

Das Grundproblem ist aber leider bei Manchen eine ausgeprägte innere Abwehrhaltung gegenüber Fremden. Das sind dann Touristen ("Berliner") oder halt auch Zweitwohnungsbesitzer (immerhin deren Eigentum).

Es wird daher noch genug geben, die Frau S. erst RECHT deswegen wieder wählen werden.

Zweitens Problem ist ein DDR Gedankengut, was sich u.a. in den teils m.E. nicht mehr rechtsstaatlichen Gerichtsurteilen gegen Zweitwohnungsbesitzer zeigt.

Weiter fehlt ein Check & Balances. Die SPD regiert mit der CDU oder umgedreht. Das ist genau dasselbe wie auf Rügen, wo Berufsfischer durch eine Fischereiaufsicht Kontrolliert werden, welche vorher selber Teil dieser Berufsfischer waren.

Der Präsident des Tourismusverbandes ist gleichzeitig in der SPD, Parteigenosse von Schweswig und auch noch Finanzminister.

Was soll unter solchen Strukruren herauskommen ?

Genau das, was wir die letzten Monate und Jahre beobachten mussten und vermutlich weiter sehen werden.

Außer das Wählerverhalten lässt andere Koalitionen zu.

Filz und Fremdenfeindlichkeit. Eine leider wirklich abschreckende Mischung.

Sehr geehrte Frau Schwesig,

hiermit bitte ich Sie höfflichst nicht nach Berlin, Brandenburg oder ein anderes Bundesland zu reisen. Sie würden die Bürger dieser Bundesländer gefährden, da in Ihrem Bundesland eine höhere Inzindens als in anderen gegeben ist. Bleiben Sie bitte zu Hause.

Mit freundlichen Grüßen

Werte Frau Schwesig,
die Gräber meiner Eltern und aller nahen Verwandten befinden sich in Greifswald. Ich lebe in Hessen und pflege diese seit Jahren mit großer Hingabe. Seit November 2020 wird mir verwehrt, mich um die Gräber meiner Familie zu kümmern. Lange Zeit hatte ich dafür Verständnis,auch wenn es mir sehr schwerfiel. Zu Pfingsten war es mir sehr wichtig, endlich wieder nach Greifswald in die Heimat zu fahren und mich um die Gräber zu kümmern. Sie haben es verhindert! Ich miete ein Ferienhaus, kaufe im Supermarkt ein, gehe auf den Friedhof und erhole mich ein wenig am Wasser. Was ist daran so schlimm, dass Sie mir die Einreise erneut verweigern? Warum dürfen deutsche Touristen nach Mallorca fliegen, um Party zu machen und ich darf die Gräber meiner Eltern in Greifswald nicht besuchen? Meine Werte sind anscheinend nicht Ihre Werte, Greifswald ist meine Heimat, auch wenn meine Eltern bereits tot sind!! Corona rechtfertigt nicht alles...hochachtungsvoll C.Krafft

Ich finde es generell ein unding, das sich die Länder das Recht rausnehmen hier Grundrechte einzuschränken. Das sollte der Bund wenn dann für gleich halten.
Frau Schwesig widert mich dabieei besonders an. Sie gesteht ihren Mitbürgern mehr Rechte zu als anderen Deutschen.
Dieses Recht der Ungleichbehandlung sollte man den Ländern und vor allem Frau Schwesig entziehen.

hat offensichtlich den Schuss nicht gehört.
Und Sie ahnt womöglich, dass ihre Tage gezählt sein könnten.
Da macht man es halt wie die Muddi in Berlin: Man lässt noch richtig die Sau raus...
Mecklenburg ist meine Heimat. Ich habe 45 Jahre dort gelebt und mich engagiert.
Wohin sind wir in dieser Bananenrepublik gekommen, wenn Einzelne über das Schicksal aller bestimmen können?