Lohnt sich nicht
Erdgasförderung auf Usedom ist vom Tisch

Nahe Korswandt war Ergdasförderung geplant. Die Pläne werden von Netune Energy nicht weiter verfolgt.
Nahe Korswandt war Ergdasförderung geplant. Die Pläne werden von Netune Energy nicht weiter verfolgt.
Daniel Reinhardt

Ein Unternehmen hatte vor, auf der Insel Usedom nahe Korswandt Erdgas zu fördern. Jetzt wird das umstrittene Projekt allerdings eingestampft.

Die Erdgasförderung auf der Insel Usedom wird nicht weiter verfolgt. Das Unternehmen Neptune Energy Deutschland hat dieses Projekt beendet, wie es am Dienstag mitteilte. „Die in regelmäßigen Abständen durchzuführenden Projektprüfungen haben gezeigt, dass die Erdgasförderung auf Usedom aktuell nicht wirtschaftlich zu betreiben ist“, erklärte Geschäftsführer Arno Spies.

Protest auf der Insel Usedom

In der Nähe der Ortschaft Korswandt war die Erdgasförderung vorgesehen, das dafür nötige Raumordnungsverfahren war im Oktober vergangenen Jahres gestartet worden. Zu diesem Zeitpunkt führte Engie E&P noch das Projekt. Das Unternehmen wurde zwischenzeitlich von Neptune Energy übernommen.

Das Vorhaben auf der Insel Usedom war allerdings auch umstritten und stieß auf Proteste. Die Bürgerinitiative „Lebensraum Vorpommern”, Umweltverbände und die Grünen demonstrierten unter anderem gegen das beantragte Vorhaben. Die Gegner befürchten unter anderem, dass durch die Förderung Giftstoffe freigesetzt und Grundwasser kontaminiert werden könnten.

Für die Linken ist es daher eine gute Nachricht, dass die Erdgasförderung doch nicht weiterverfolgt wird. Das sei ein Sieg für die Demokratie, erklärte Kerstin Kassner, Sprecherin für Tourismus und Kommunalpolitik der Bundestagsfraktion. "Das konstante Trommeln der Bürgerinitiative Lebensraum Vorpommern sowie der erfolgreiche Antrag der Parteien Die Linke, der Spd und BündnisS 90/Die Grünen im Kreistag Vorpommern-Greifswald haben nun zur Aufgabe des Energieunternehmens geführt", teilte sie mit. In Anbetracht des Kreistagsbeschlusses vom Montag glaubt sie daher nicht, dass es ein Zufall sei, dass Neptune Energy so kurz danach aus wirtschaftlichen Gründen das Erdgas-Projekt aufgibt.