BÜRGERINITIATIVE

Erhalt der Mühle Jarmen Thema im Landtag

Der Landtag hat sich mit der Jarmener Mühle befasst. Viele Abgeordnete reagierten wütend.
dpa
Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet die Jarmener Mühle” waren am 11. März in Schwerin und &uuml
Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet die Jarmener Mühle” waren am 11. März in Schwerin und übergaben eine Unterschriftenliste. Stefan Hoeft
Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet die Jarmener Mühle” waren am 11. März in Schwerin und &uuml
Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet die Jarmener Mühle” waren am 11. März in Schwerin und übergaben eine Unterschriftenliste. Stefan Hoeft
Schwerin.

Die Pläne des Mühlenbetreibers GoodMills zur Schließung der letzten großen Getreidemühle Mecklenburg-Vorpommerns in Jarmen sind am Donnerstag im Landtag in Schwerin auf breite Kritik gestoßen. Die in Hamburg ansässige Konzernleitung wolle die traditionsreiche Mühle Ende September schließen, obwohl sie schwarze Zahlen schreibe. „Das macht wütend”, sagte die Linke-Abgeordnete Jeannine Rösler. Auch Sprecher anderer Fraktionen äußerten ihr Unverständnis über die Entscheidung, mit der eine mehr als 100-jährige Mühlentradition beendet werde und 28 Mitarbeiter ihre Arbeit verlören.

Nach den Worten von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) haben mehrere Gespräche mit der Unternehmensspitze nicht zu einem Ergebnis geführt. Weder die Weiterführung der Mühle unter Regie der Jarmener Geschäftsführung noch der Verkauf an einen Konkurrenten sei auf Zustimmung gestoßen. So bleibe der Neubau einer Mühle nach aktuellem Stand der einzige Weg, um die Getreideverarbeitung in Jarmen zu erhalten. Sollte sich ein Investor finden, sei das Land bereit zu helfen. „Dann machen wir unseren Instrumentenkoffer ganz weit auf”, versicherte Glawe.

Die Bürgerinitiative „Rettet die Jarmener Mühle” hatte am Mittwoch mehr als 10 000 Unterstützungsunterschriften für den Erhalt der letzten industriellen Getreidemühle des Landes an Landtagspräsidentin Birgit Hesse übergeben. Nicht nur die betroffenen Mitarbeiter kämpfen seit Monaten für den Erhalt der Mühle, sondern unter anderem auch Handwerksbäcker der Region. Nach den Plänen GoodMills soll die Produktion der mit 60 000 Tonnen Kapazität kleinsten Getreidemühle im Konzern künftig an den Standorten Berlin und Hamburg mit erledigt werden. Auf seiner Internetseite werbe der Konzern mit „nachhaltiger Entwicklung, die wirtschaftlichen Erfolg mit verantwortungsvollem Handeln gegenüber natürlichen Ressourcen, Mitarbeitern, Partnern und der Gesellschaft verbindet”, zitierte Rösler. „Das ist angesichts der Schließung die pure Heuchelei”, sagte sie weiter.

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Kommentare (1)

... warum die Leute nicht in Hamburg vor der GoodMills-Zentrale demonstrieren, sondern in Schwerin.

Was sollen die Politiker denn jetzt machen? Zaubern?