Ein Paar aus Rostock soll sich als falsche Polizisten ausgegeben haben und so per Telefon und vor Ort von Senioren in MV rund
Ein Paar aus Rostock soll sich als falsche Polizisten ausgegeben haben und so per Telefon und vor Ort von Senioren in MV rund 65.000 Euro erbeutet haben. Nordkurier
Senioren betrogen

Ermittlungen gegen falsche Polizisten aus Rostock

Sie sollen sich monatelang als Kriminalpolizisten ausgegeben und mit der Betrugsmasche rund 65.000 Euro ergaunert haben. Nun ermittelt die echte Polizei.
dpa
Rostock

Die Rostocker Polizei ermittelt gegen ein Paar, dass sich über Monate als Kriminalpolizisten ausgegeben und Senioren um rund 65.000 Euro betrogen haben soll. Wie ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Stralsund am Montag sagte, wird geprüft, ob die 43-Jährige und ihr 32 Jahre alter mutmaßlicher Komplize Teil einer größeren Organisation waren und für weitere Trickbetrügereien in Frage kommen.

Gegen die Verdächtigen war seit Ende 2021 ermittelt worden. Sie befinden sich bereits in Untersuchungshaft und schweigen zu den Vorwürfen bisher, wie es hieß.

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Senioren per Telefon betrogen

Bei Durchsuchungen in Rostock sei eine Reihe von Beweismitteln und auch Scheckkarten von Geschädigten gefunden worden, zudem wurden Konten gepfändet. Die Masche der Verdächtigen lief so, dass sie Senioren anriefen und ihnen erzählten, dass rumänische Banden unterwegs sein sollen. Polizisten würden vorbeikommen und ihr Bargeld und auch EC-Karten in Verwahrung nehmen. Wenn die Gefahr vorbei sei, bekämen sie ihre Sachen zurück.

Diese Masche klappte in einer Reihe von Fällen in den Regionen Schwerin, Anklam und Neubrandenburg. Opfer gab es auch in Schwaan und in und um Rostock. Laut Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft Stralsund wurden die Verdächtigen auch durch Aufnahmen aus Überwachungskameras anhand ihrer Kleidung identifiziert, die Opfer beschrieben hatten.

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