Ein auffälliger Fuchs war auf der Seebrücke Binz auf der Insel Rügen sehr zutraulich und wurde am Ende von eine
Ein auffälliger Fuchs war auf der Seebrücke Binz auf der Insel Rügen sehr zutraulich und wurde am Ende von einem Jäger erlegt. Nun liegt die Untersuchung des Tieres vor. Patrick Pleul (Symbolbild)
Insel Rügen

Erschossener Fuchs auf Seebrücke in Binz war krank

Ein zutraulicher Fuchs hatte auf der Binzer Strandpromenade für Aufsehen gesorgt. Ein Jäger erlegte das Tier am Ende. Was hat die Untersuchung ergeben?
Binz

Die Aufregung auf der Insel Rügen war groß: Bei der Polizei gingen am 12. November viele Anrufe ein: Ein Fuchs auf der Binzer Strandpromenade suchte am Samstagmorgen immer wieder die Nähe von Menschen, versperrte ihnen den Weg, schien um Nahrung zu betteln. Am Ende wurde der auffällige Fuchs getötet.

Das Tier sei demnach Passanten gegenüber sehr zutraulich gewesen. Zeugen-Videos zeigen das Tier, was zwischen Spaziergänger hin- und herwechselt und ohne Scheu dann auch auf die Seebrücke läuft. Eine zwischenzeitliche Meldung über Bisse durch das zutrauliche Tier wurde aber nicht bestätigt.

Untypischer Fuchs erlegt

Die gerufenen Polizisten isolierten das Tier und hielten dieses von den Passanten fern. Ein hinzugezogener Jäger überprüfte die Situation und konnte dieses untypische Verhalten des Fuchses nicht erklären. Das Tier wurde durch den Jäger erlegt und zur weiteren Untersuchung mitgenommen.

Viele Nordkurier-Leser zeigten bei Facebook Unverständnis, dass das zutrauliche Wildtier erlegt wurde. Viele hätten sich gewünscht, dass das Tier nur betäubt und dann untersucht worden wäre. Einige Kommentatoren warnten aber davor, zuträuliche Wildtiere mit einer hochansteckenden Krankheit nicht zu unterschätzen.

Aber was hatte das auffällige Tier?

Das Veterinäramt des Landkreises Vorpommern-Rügen untersuchte das Tier auf – die in Deutschland extrem seltene – Tollwut sowie Staupe und Vogelgrippe-Viren – alle mit jeweils negativem Ergebnis, so der seit Montag voliegende Befund. Bei dem erlegten Fuchs wurde aber die Hauterkrankung Räude festgestellt.

Wildtiere werden bei Räude-Befall eigentlich nicht behandelt, da der Fuchsbestand ohnehin von Jägern reguliert werden muss. Die Fuchsräude ist eine parasitäre Hauterkrankung, die durch Milben hervorgerufen wird. Sie sei auch bei eingem Hautkontakt übertragbar auf Hunde.

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