Mehrere Rostocker Initiativen wie „Rostock nazifrei” und „Rostock hilft” hatten zum Gegenprotest unter dem Motto „Weiter geht's – für ein solidarisches Rostock!” aufgerufen.
Mehrere Rostocker Initiativen wie „Rostock nazifrei” und „Rostock hilft” hatten zum Gegenprotest unter dem Motto „Weiter geht's – für ein solidarisches Rostock!” aufgerufen. Bernd Wüstneck
Nach Angaben von "Rostock nazifrei" versammelten sich mehr als 2000 Menschen beim Gegenprotest.
Nach Angaben von "Rostock nazifrei" versammelten sich mehr als 2000 Menschen beim Gegenprotest. Natalie Meinert
An der AfD-Veranstaltung nahmen vergleichsweise wenige Menschen teil.
An der AfD-Veranstaltung nahmen vergleichsweise wenige Menschen teil. Bernd Wüstneck
Zahlreiche Polizisten waren am Rande der Demos im Einsatz.
Zahlreiche Polizisten waren am Rande der Demos im Einsatz. Natalie Meinert
Die Beamten trennten die beiden Lager.
Die Beamten trennten die beiden Lager. Natalie Meinert
AfD-Kundgebung

Gegendemonstranten in Rostock deutlich in Überzahl

Die AfD demonstrierte am Samstag erneut in Rostock, dabei sprach auch Doris von Sayn-Wittgenstein, die AfD-Landessprecherin aus Schleswig-Holstein. Teilnehmer der Gegendemo berichteten von Farbbeutelwürfen.
Rostock

Die AfD hat am Samstag erneut unter dem Motto „Für unser Land und unsere Kinder“ in Rostock demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund 250 Anhänger der Partei auf dem Neuen Markt vor dem Rathaus der Hansestadt. Mehrere Rostocker Initiativen wie „Rostock nazifrei” und „Rostock hilft” hatten daraufhin zum Gegenprotest unter dem Motto „Weiter geht's – für ein solidarisches Rostock!” aufgerufen. Zudem fand eine interreligiöse Andacht in der Marienkirche statt, bei der zum Friedensdialog aufgerufen wurde.

Bereits am Nachmittag begann die erste "Kundgebung für Vielfalt" der linken Bündnisse. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich mehrere Hundert Menschen an der Demo. Das Bündnis „Rostock nazifrei” gab die Teilnehmerzahl auf Twitter mit 2500 an, die Polizei bestätigte die Zahl später.

 

An der Demo der AfD nahm auch die Landessprecherin aus Schleswig-Holstein, Doris von Sayn-Wittgenstein, teil. Beobachtern zufolge versammelten sich allerdings deutlich weniger Menschen bei der Kundgebung als bei der Veranstaltung mit dem thüringischen AfD-Landeschef Björn Höcke im September.

Teilnehmer der Gegendemos berichteten auf Twitter über Farbbeutelwürfe, die aus Richtung der AfD-Anhänger gekommen sein sollen.

 

 

Durch die Demos kam es in der Rostocker Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen, mehrere Straßen wurden gesperrt. Auch im Straßenbahnverkehr kam es zu Einschränkungen. Insgesamt 900 Polizisten aud vier Bundesländern sicherten die Demonstrationen, auch eine Reiterstaffel und ein Hubschrauber waren im Einsatz. 

 

 

Bereits am 22. September hatten sich in Rostock rund 4000 Menschen einer Demonstration der AfD mit etwa 700 Teilnehmern friedlich entgegen gestellt.

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