EICHENPROZESSIONSSPINNER-BEKÄMPFUNG

Erste Runde im Kampf Hubschrauber gegen Raupe

 Sie sind klein und giftig: Die mit winzigen gefährlichen Brennhaaren ausgestatteten Raupen des Eichenprozessionsspinners, eines Schmetterlings, werden in Mecklenburg per Hubschrauber bekämpft. Versprüht wird ein biologisches Insektizid auf Alleen und Bäume.
dpa
Dieser Hubschrauber versprüht wieder das Gift gegen die fiese Raupe.             
Dieser Hubschrauber versprüht wieder das Gift gegen die fiese Raupe.   Jens Büttner
Ein Arbeiter mischt in der Nähe von Ludwigslust ein Insektizid zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit Wasser, bevor es mit einem Hubschrauber versprüht wird.
Ein Arbeiter mischt in der Nähe von Ludwigslust ein Insektizid zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit Wasser, bevor es mit einem Hubschrauber versprüht wird. Jens Büttner
Ludwigslust.

Mit zwei Hubschraubern ist im Landkreis Ludwigslust-Parchim am Montag mit der Bekämpfung des gesundheitsgefährdenden Eichenprozessionsspinners begonnen worden. Versprüht werde ausschließlich das Biozid „Foray ES“, ein biologisches Bakterium, sagte Amtsärztin Ute Greitens. Das Präparat werde aber nicht großflächig im Landkreis verteilt, sondern aus der Luft gezielt auf Alleen und einzelnen Bäumen ausgebracht. Im vorigen Jahr hatten Umweltschützer noch den Einsatz des Mittels „Karate Forst“, eines Breitbandinsektizids, heftig kritisiert.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling, dessen Raupen mikroskopisch kleine Brennhaare ausbilden. Diese können beim Menschen stark juckende Rötungen, asthmatische Symptome, Augenentzündungen sowie lebensgefährliche Schockreaktionen auslösen. Der Schädling breite sich seit mehreren Jahren besonders in Südwestmecklenburg aus, erklärte ein Sprecher des Landkreises.

Milder Winter lässt Population wieder wachsen

Voriges Jahr wurden rund 500 Kilometer Eichenalleen auf einer Fläche von mehr als 2000 Hektar in der Region von Parchim über Ludwigslust bis zur Elbe aus der Luft behandelt und anschließend eine starke Dezimierung der Population festgestellt. Dennoch habe der milde Winter der Ausbreitung des Falters wieder Vorschub geleistet, hieß es.

Bis Mittwoch sollen Eichenbestände in den Städten Boizenburg, Hagenow, Lübtheen, Ludwigslust und Parchim sowie in zwölf Ämtern behandelt werden. Das verwendete biologische Insektizid sei für Mensch, Wild- und Haustier unschädlich, hieß es. Dennoch sollen die besprühten Flächen zwölf Stunden lang nicht betreten werden.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Ludwigslust

zur Homepage