Vor Lubmin bei Greifswald will das Unternehmen Deutsche Regas ein schwimmendes LNG-Terminal errichten. Die Deutsche Regas plan
Vor Lubmin bei Greifswald will das Unternehmen Deutsche Regas ein schwimmendes LNG-Terminal errichten. Die Deutsche Regas plant, bereits ab Dezember 2022 bis zu 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich in das deutsche Fernleitungsnetz einzuspeisen. Marcus Brandt (Symbolfoto)
Im Juli wurde ein Eckpunktepapier für ein schwimmendes LNG-Terminal in Lubmin unterzeichnet: MV-Wirtschaftsminister Reinh
Im Juli wurde ein Eckpunktepapier für ein schwimmendes LNG-Terminal in Lubmin unterzeichnet: MV-Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD), Ingo Wagner (Geschäftsführer Deutsche Regas GmgH & Co. KGaA), Michael Kellner (Staatssekretär Bundeswirtschaftsministerium, Grüne), Jerome Cousin (Senior Vice President Shipping von Total Energies) und Stephan Knabe (Deutsche Regas Aufsichtsratsvorsitzender). Bernd Wüstneck/Archiv
Flüssiggas-Terminal Lubmin

Erstes Regierungstreffen mit Regas zum LNG-Terminal in MV

Erste Treffen mit Vertretern der Landesregierung: Das Unternehmen „Deutsche Regas” will Flüssiggas von Tankern in Lubmin nahe der Insel Usedom anlanden lassen.
dpa
Lubmin

Hochrangige Vertreter der Landesregierung haben sich am Mittwoch erstmals mit dem Unternehmen Deutsche Regas getroffen, das bereits ab Dezember Flüssiggas von Tankern in Lubmin anlanden will.  Dafür sei eine Vielzahl komplexer Genehmigungsverfahren nötig, die unter anderem Berg-, Wasser- und Immissionsschutzrecht berührten, teilte die Landesregierung nach dem Treffen in Schwerin mit. In Lubmin sind auch die Anlandestationen der Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 mit Erdgas aus Russland.

In dem Gespräch seien die nächsten notwendigen Schritte besprochen worden. Das Treffen sei konstruktiv gewesen. Erste Gespräche zwischen dem Unternehmen Deutsche Regas und unterschiedlichen Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern hätten bereits im April stattgefunden.

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Wirtschaftsministerium: Vorhaben zügig vorantreiben

Die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Ines Jesse, versicherte am Mittwoch: „Die Landesregierung begleitet das Vorhaben eng, gemeinsam mit den genehmigenden Behörden. Ziel ist, das Vorhaben rechtskonform und zügig voranzutreiben.“ Es werde eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung gebraucht.

Backhaus: Rechtssichere Genehmigung höchste Priorität

MV-Umweltminister Till Backhaus (SPD) betonte, seine Staatssekretärin Elisabeth Aßmann (SPD) und seine Fachleute hätten in dem Gespräch mit Regas deutlich gemacht, bis wann welche Unterlagen vorliegen müssten, damit das Unternehmen sein Vorhaben terminlich wie geplant umsetzen kann. Ein rechtssicheres Genehmigungsverfahren habe höchste Priorität, so Backhaus. Ein Genehmigungsbescheid müsse im Zweifel vor Gericht Bestand haben. Hinzu komme, dass das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Vorpommern als Genehmigungsbehörde für die immissionsschutzrechtlichen Fragen die Besonderheiten des Standorts Lubmin mit dem atomaren Zwischenlager berücksichtigen müsse.

Das nächste Treffen der interministeriellen Arbeitsgruppe der Landesregierung mit den Vertretern von Regas soll in etwa zwei Wochen stattfinden.

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