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Dank Zuwanderung: Erstmals Einwohnerzuwachs in MV

Die Zuwanderung aus Süd- und Südosteuropa, aus Bürgerkriegsländern und aus Afrika hat zu einer Wende bei der Bevölkerungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern geführt.

Die Zuwanderer kamen dem Statistische Landesamt zufolge hauptsächlich aus dem Ausland.
Carsten Rehder Die Zuwanderer kamen dem Statistische Landesamt zufolge hauptsächlich aus dem Ausland.

Im ersten Halbjahr 2014 wuchs die Einwohnerzahl im Nordosten erstmals seit Beginn der Vergleiche 1991, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Schwerin mitteilte. Am 30. Juni 2014 lebten demnach 1 597 321 Menschen im Land - 0,1 Prozent mehr als zu Jahresbeginn.

Es sterben immer noch mehr als geboren werden

Das lag allein an der Zuwanderung, denn in Mecklenburg-Vorpommern starben mehr Menschen als geboren wurden: 5897 Geburten standen 9000 Sterbefälle gegenüber. Der "Sterbefallüberschuss" belief sich auf 3103 Personen. Die Zahl der Zuzügler überstieg zugleich die Zahl der Abwanderer um 3800.

Die Zuwanderer kamen dem Amt zufolge hauptsächlich aus dem Ausland. Als eine Ursache könne die steigende Zahl der Asylbewerber insbesondere aus Syrien, Eritrea und Ghana angesehen werden, hieß es. Im ersten Halbjahr 2014 seien aber auch deutlich mehr Menschen aus Spanien und Italien sowie aus Rumänien und Bulgarien eingereist. "Bei den beiden letzteren kann die ab 2014 geltende vollständige Arbeitnehmerfreizügigkeit als Ursache angesehen werden", so das Amt.