ZUWANDERUNG

Erstmals seit Jahren – Bevölkerung in MV wächst wieder

Besonders zieht es Zugezogene nach Rostock und Schwerin. Auf dem Land sieht es hingegen deutlich schlechter aus. Aber in einer anderen Kategorie liegt MV deutlich über dem Bundesdurchschnitt
dpa
Besonders die größte Stadt im Bundesland Rostock ist für Zugezogene attraktiv. In der Hansestadt und auch in S
Besonders die größte Stadt im Bundesland Rostock ist für Zugezogene attraktiv. In der Hansestadt und auch in Schwerin siedelten sich am meisten Menschen an. Thomas Häntzschel / nordlicht
Schwerin ·

Die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern ist zum ersten Mal seit 2017 wieder gewachsen. „In Mecklenburg-Vorpommern lebten zum Stichtag 31. Dezember 2020 insgesamt 1.610.774 Einwohner. Das ist ein Anstieg von 2636 Personen gegenüber dem Vorjahr”, hieß es vom zuständigen Landesamt für Statistik am Mittwoch. Zu verdanken sei dies dem positiven Wanderungssaldo, dies ist die Differenz der Zu- und Wegzüge aus dem Land.

Großstädte profitieren von Zuwanderung

Am stärksten davon profitieren konnten erwartungsgemäß Rostock und Schwerin, der Überschuss an Zuzügen lag in beiden Städten bei um die 500. Laut den Statistikern zeigten sich jedoch deutliche regionale Unterschiede. Während die Gemeinde Gnewitz im Landkreis Rostock 9,5 Prozent mehr Einwohner aufweisen konnte als im Jahr zuvor, sank die Zahl in Voigtsdorf im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte um 10,6 Prozent.

Auch liegt die Zahl der Sterbefälle weiter deutlich über den Geburten. Im Jahr 2020 gab es demnach 12 000 Geburten und fast 22 000 Sterbefälle. Den Experten zufolge liegt die Zahl der Gestorbenen pro 1000 Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern mit 13,6 Personen zudem weiter deutlich über dem Bundesschnitt von 11,8, dies liege an der Altersstruktur.

Mehr zum Thema: Mehr als 1000 Zuwanderer aus Berlin

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Kommentare (1)

Grundsätzlich ist es schön, dass Städte wie Rostock oder Schwerin von einer Zuwanderung profitieren.

Im ländlichen Feriengebieten sehe ich aber Viele, die sich nun statt einer Zweiwohnung nun mit einem Erstwohnsitz in MV angemeldet haben. Das würden wir bei einem drohenden weiteren Lockdawn a la Schwesing auch machen. Ist besser als aussperren lassen. Bringt MV aber wenig. Bei Ehepaaren meldet sich nur einer um. Der andere zahlt die begehrten Steuern weiter am "wirklichen" Hauptwohnsitz.