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Erwerbstätigkeit in MV stagniert - viele Minijobs gestrichen

Die Zahl der Arbeitnehmer ist im vergangenen Jahr nur geringfügig gestiegen. Eine Gesetzesänderung könnte dafür verantwortlich sein.  

Nur wenige Menschen in MV haben im vergangenen Jahr eine neue Arbeit gefunden. 
Ulrich Baumgarten / vario images Nur wenige Menschen in MV haben im vergangenen Jahr eine neue Arbeit gefunden. 

Mecklenburg-Vorpommern ist bei der Erwerbstätigkeit im vergangenen Jahr nicht vorangekommen. Die Zahl der Arbeitnehmer und Selbstständigen stieg lediglich um 0,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Schwerin mitteilte. Für ganz Deutschland wurde ein Plus von 0,8 Prozent gemeldet, für Ostdeutschland hingegen ein Minus von 0,3 Prozent. Im Jahr 2014 war die Zahl der Arbeitenden im Nordosten noch um 0,7 Prozent gestiegen.

Ein Grund für die jüngste Stagnation könnte der seit Anfang 2015 geltende Mindestlohn sein. Laut Statistikamt wurden im Jahresverlauf viele Minijobs gestrichen. "In besonders großem Ausmaß betraf das auch die geringfügig entlohnte Beschäftigung", hieß es. Hingegen sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gestiegen.

Den stärksten Beschäftigungsaufbau gab es im Produzierenden Gewerbe mit einem Plus von 0,6 Prozent. In der Landwirtschaft gab es hingegen ein Minus von 2,4 Prozent. Insgesamt arbeiteten im vergangenen Jahr 739 200 (2014: 738 200) Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, darunter rund 90 Prozent als Arbeitnehmer. Nur knapp zehn Prozent sind den Angaben zufolge selbstständige Unternehmer.