Geht weiter seinen eigenen Weg: Erwin Sellering, Vorsitzender der Klimaschutzstiftung Mecklenburg-Vorpommern.
Geht weiter seinen eigenen Weg: Erwin Sellering, Vorsitzender der Klimaschutzstiftung Mecklenburg-Vorpommern. Jens Büttner
Statt Gefängnis

Erwin Sellering zahlt jetzt doch Zwangsgeld

Der Vorgänger von MV-Regierungschefin Manuela Schwesig verursacht mit seiner Klimaschutzstiftung weiterhin Schlagzeilen – und verbrennt laut CDU Stiftungsgelder.
Schwerin

Erwin Sellering hat laut Berichterstattung von bild.de zwei angesetzte Zwangsvollstreckungstermine platzen lassen und ein Ordnungsgeld von insgesamt 3000 Euro gezahlt. Hintergrund der Vorladung bei den Gerichtsvollziehern: Zwei Zwangsvollstreckungsverfahren laufen gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns und heutigen Chef der Klimaschutzstiftung, da er Pressefragen von Bild und Welt zur Stiftung trotz zweier rechtskräftiger Urteile nicht beantwortet habe.

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In den beiden Urteilen des Landgerichts Schwerin war dem Stiftungsvorstand ein Ordnungsgeld und ersatzweise Zwangshaft angedroht worden, wenn die Fragen nicht beantwortet werden. Die beiden Medien aus dem Axel-Springer-Verlag wollen unter anderem die Namen jener 80 Firmen wissen, mit denen die umstrittene Stiftung Verträge zum Weiterbau der Gaspipeline Nord Stream 2 im Auftragswert von insgesamt 165 Millionen Euro abgeschlossen hatte.

Bei Sebastian Ehlers, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur Aufklärung der Vorgänge rund um die Klimaschutzstiftung, löst das Verhalten Sellerings nur noch Kopfschütteln aus.

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„Herr Sellering, ein ehemaliger Verwaltungsrichter und Ministerpräsident, ignoriert fortgesetzt Gerichtsurteile. Die Stiftung dürfte unter seiner Führung inzwischen einen sechsstelligen Betrag an Gerichts- und Anwaltskosten verbrannt haben, nur um der Presse keine Auskünfte geben zu müssen – und das am Ende ohne jeden Erfolg. Jetzt kommt auch noch Zwangsgeld dazu. Und das Ganze mit voller Rückendeckung von Frau Schwesig”, kritisierte Ehlers gegenüber Bild und Welt.

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Kommentare (1)

Ein sturer alter Mann, so wie Kohl damals. Nur von den Sozis.