Dennis Augustin soll beim Eintritt in die AfD frühere Kontakte zur NPD und ihrer Jugendorganisation verschwiegen haben.
Dennis Augustin soll beim Eintritt in die AfD frühere Kontakte zur NPD und ihrer Jugendorganisation verschwiegen haben. Jens Büttner
Früher Landtagsabgeordneter der rechtsextremen NPD, jetzt in der Kreistagsfraktion von Ex-AfD-Landeschef Augustin: Stefan
Früher Landtagsabgeordneter der rechtsextremen NPD, jetzt in der Kreistagsfraktion von Ex-AfD-Landeschef Augustin: Stefan Köster. Jens Büttner
Kreistags-Fraktion

Ex-AfD-Landeschef Augustin nimmt NPD-Politiker auf

Dennis Augustin flog aus der AfD, weil er frühere Kontakte zur NPD verschwiegen haben soll. Jetzt nahm er den früheren NPD-Abgeordneten Köster in seiner neu gegründeten Fraktion auf.
dpa
Parchim

Der aus der AfD ausgeschlossene frühere Landesparteivorsitzende Dennis Augustin hat im größten Kreistag Mecklenburg-Vorpommerns den NPD-Politiker Stefan Köster in seine neu gegründete Fraktion „Bürger und Identität” aufgenommen. Augustin hatte die Fraktion mit drei weiteren Ex-AfD-Abgeordneten am 17. September gebildet. Er ist Fraktionsvorsitzender. Seit dem 1. Oktober gehört nun auch der frühere NPD-Landtagsabgeordnete Köster dazu, wie aus dem Internetauftritt des Kreistags von Ludwigslust-Parchim hervorgeht.

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Köster war zuvor fraktionslos gewesen. Für ihn ergeben sich nun neue politische Möglichkeiten, da Fraktionen über Sitze in Ausschüssen verfügen und so politisch wirksamer werden können. Für die Fraktion „Bürger und Identität” ergäben sich keine Änderungen, sagte ein Landkreissprecher.

AfD warf Augustin raus

Der Kreistag von Ludwigslust-Parchim ist mit 77 Mitgliedern der mitgliederstärkste in ganz Mecklenburg-Vorpommern und größer als der Landtag, in dem 71 Abgeordnete sitzen. Die größte Fraktion stellt die CDU (20 Kreistagsmitglieder), gefolgt von der SPD (18) und den Linken (12). Die AfD verfügt noch über 6 Mandate.

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Dennis Augustin war im Juli 2019 aus der AfD ausgeschlossen worden, ist dagegen aber vor das Landgericht Berlin gezogen. Er soll beim Eintritt in die AfD frühere Kontakte zur NPD und ihrer Jugendorganisation verschwiegen haben. Ein Eilantrag gegen seinen Ausschluss lehnten die Richter am 27. Juli dieses Jahres ab. Dagegen legte Augustin über seinen Anwalt Beschwerde ein, wie er selbst gesagt hat.

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