Nach SEK-Skandal

Ex-LKA Chef Mager künftig beim Verfassungsschutz

Der bisherige Direktor des Landeskriminalamtes (LKA) Mecklenburg-Vorpommern, Ingolf Mager, wechselt zum Landesverfassungsschutz.

Das MV-Innenministerium hat bekanntgegeben, in welcher Behörde der bisherige LKA-Chef Ingolf Mager künftig seinen Dienst tun wird.

Der bisherige Chef des Landeskriminalamts (LKA) Mecklenburg-Vorpommern, Ingolf Mager, wechselt zum Landesverfassungsschutz. Das berichtet die „Schweriner Volkszeitung” (Freitagsausgabe) unter Berufung auf das Innenministerium. Zuvor hatte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) diese Woche bekannt gegeben, dass er als eine Konsequenz aus dem SEK-Skandal zwei Top-Polizisten absetzt: Ingolf Mager und den Polizei-Abteilungsleiter im Innenministerium, Frank Niehörster.

Beamte mit rechtsextremen Tendenzen fielen im SEK über Jahre nicht auf

Das Spezialeinsatzkommando (SEK), das dem LKA untersteht, war in die Schlagzeilen geraten, weil ein Beamter dort im großen Stil Munition abgezweigt und illegale Waffen besessen hatte. Der Mann soll gemeinsam mit sieben weiteren Beamten seiner Einsatzgruppe beim SEK rechtsextreme und fremdenfeindliche Inhalte ausgetauscht und auch Kontakte in die Prepper-Szene unterhalten haben. Er ist derzeit vor dem Landgericht Schwerin angeklagt, gegen drei seiner Kollegen laufen Strafverfahren, gegen vier weitere Disziplinarverfahren.

Einem Bericht einer unabhängigen Kommission zufolge war bereits seit 2009 von einzelnen dieser Beamten bekannt, dass sie zu rechtsextremen Ansichten tendierten. Trotzdem fielen die Machenschaften über rund zehn Jahre innerhalb der Polizei nicht auf. Die Kommission hatte dies auch auf ungünstige Hierarchieverhältnisse innerhalb der Führungsstruktur der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern geschoben.

Nordkurier

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