HAUS-STREIT

Ex-Minister Krause hat Landhaus geräumt

Günther Krause glänzte durch Abwesenheit. Die Schlüssel im Immobilienstreit um ein Haus in Fincken sind seit Montag aber wieder bei den Eigentümern.
Thomas Krause Thomas Krause
Krauses Anwalt Peter Michael Diestel (rechts) übergibt die Schlüssel für das Anwesen an seinen Kollegen Arne Trimpop.
Krauses Anwalt Peter Michael Diestel (rechts) übergibt die Schlüssel für das Anwesen an seinen Kollegen Arne Trimpop. Thomas Krause
Fincken.

Der Streit um ein Landhaus bei Fincken, das Ex-Bundesverkehrsminister Günther Krause und seine Frau Heike seit einem Jahr bewohnen, ohne es bezahlt zu haben, ist beendet. Krauses Rechtsanwalt Peter Michael Diestel übergab am Montagmorgen die Schlüssel für das Haus im Finckener Ortsteil Knüppeldamm an den Anwalt der Eigentümerfamilie, Arne Trimpop.

Beide schauten sich anschließend das Anwesen an. „Alles in Ordnung. Wir sind froh, dass das Ganze endlich vorbei ist”, sagte Trimpop nach der Inspektion. Offen sind nach seinen Angaben jetzt noch 18.000 Euro Entschädigung für einjährige Nutzung des Hauses sowie etwa 15.000 Euro Prozesskosten. Hinzu kämen die Kosten für Krauses Anwalt, die sich ebenfalls auf 15.000 Euro belaufen sollen. „Das Geld muss und wird er zahlen”, sagte Diestel.

Krause hat Anwesen am Sonntag verlassen

Günther Krause selbst war trotz Zusage bei der Schlüsselabgabe nicht dabei; er schickte seinen Anwalt. Nach Informationen des Nordkurier soll der Minister a.D. am Sonntagabend mit seiner Frau das Anwesen verlassen haben und in Werder (Brandenburg) untergekommen sein.

Krauses sollten für das Wohnhaus mit Sauna und Schwimmbad 460.000 Euro bezahlen, hatten die Eigentümer aber monatelang hingehalten. Ein Vergleich vor dem Landgericht Neubrandenburg hatte den Auszug schon zum 10. April festgesetzt, dies hielt das Paar aber nicht ein.

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