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Ex-Radiomoderator wegen Betrugsvorwürfen vor Gericht

Der frühere Radiomoderator Japke ist wegen Bankrotts und Betrugs in besonders schweren Fällen angeklagt.
Der frühere Radiomoderator Japke ist wegen Bankrotts und Betrugs in besonders schweren Fällen angeklagt.
Bernd Wüstneck

Der frühere Radiomoderator Marcus Japke muss sich seit Dienstag wegen Betrugs in besonders schweren Fällen vor dem Landgericht Rostock verantworten.

Der frühere Rostocker Radiomoderator Marcus Japke steht wegen Bankrotts und Betrugs in besonders schweren Fällen seit Dienstag vor dem Landgericht. Die Anklage wirft dem 42-Jährigen unter anderem vor, im Zusammenhang mit einer Privatinsolvenz Einnahmen von rund 1,1 Millionen Euro verschwiegen zu haben. Die Gläubiger hätten Forderungen von mehr als 500 000 Euro erhoben.

Zudem soll er zwischen 2008 und 2010 mit einem ebenfalls angeklagten Mann ein Gewinnspiel seines Senders Ostseewelle Hitradio MV manipuliert haben. Es sei ein Schaden von rund 75 000 Euro entstanden. Mehr als 61 000 Euro seien an die beiden Angeklagten geflossen, der größte Teil an den Moderator selbst.

Der Prozess wurde nach Verlesung der Anklage unterbrochen, die Beteiligten wollten nach Möglichkeiten einer Verständigung suchen. Japke war Ende 2012 wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Da die aktuell angeklagten Straftaten vor dieser Verurteilung geschahen, könnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine erneute Verurteilung zu einer Gesamtstrafe führen.

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