AUCH OBDUKTION ANGEORDNET

Experte untersucht Schirmdefekt nach tödlichem Sprung

Ein Fallschirmsprungschüler springt erstmals allein – und der Schirm geht nicht auf. So kam am Wochenende ein Mann in Neustadt-Glewe ums Leben. Ein Experte und die Obduktion sollen die genauen Ursachen klären.
dpa
Der verunglückte Schweriner habe soviel Erfahrung gehabt, dass er allein springen sollte, sagte eine Polizeisprecherin.
Der verunglückte Schweriner habe soviel Erfahrung gehabt, dass er allein springen sollte, sagte eine Polizeisprecherin.
Neustadt-Glewe.

Der Grund für den Tod eines Fallschirmspringers am Samstag in Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist weiter unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und wird den Schirm einem Fallschirmexperten übergeben, wie ein Polizeisprecher sagte.

Dieser soll Schirm und Fluggeschirr auf Funktionsfähigkeit begutachten. Das könne einige Zeit dauern. Unklar ist, warum sich der Fallschirm am Samstag gar nicht geöffnet hat, und ob er beim Start technisch in Ordnung gewesen ist. Am 26. August sollen die Deutschen Meisterschaften der Fallschirmspringer beim Fallschirmsportclub Mecklenburg in Neustadt-Glewe stattfinden.

Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft Schwerin die Obduktion des Verunglückten angeordnet. So könne die Ursache für den Vorfall und die genaue Todesursache geklärt werden. Bisher spreche aber alles für einen tragischen Unfall, erklärte der Polizeisprecher. Der 67 Jahre alte Mann war in 3300 Meter Höhe aus dem Fallschirmsprung-Übungsflugzeug gesprungen und mit voller Wucht auf den Flugplatz gefallen.

Bei dem Flug war eine größere Gruppe an Fallschirmsprung-Schülern an Bord, wie in Neustadt-Glewe häufiger, hieß es. Die meisten Beteiligten sprangen mit Fluglehrern. Der verunglückte Schweriner habe soviel Erfahrung gehabt, dass er allein springen sollte, sagte eine Polizeisprecherin. In die Ermittlungen werde der Deutsche Fallschirmsport Verband mit einbezogen.

Erst im Mai hatte es einen weiteren Vorfall in Neustadt-Glewe gegeben. Ein 34 Jahre alte Hamburger Fallschirmspringer hatte bei einem Gruppensprung aus 4000 Metern Höhe kurz vor der Landung Probleme mit dem bereits entfalteten Schirm. Er fiel aus rund 100 Metern hinab und wurde schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei lag dabei aber kein Fremdverschulden vor. Ermittlungen ergaben, dass der Mann seinen Fallschirm selbst gepackt hatte.

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