Öko-Strom
Expertentreffen zur Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern

Insgesamt drehen sich in Mecklenburg-Vorpommern laut Statistischem Landesamt 1947 Windräder (Stand: Ende 2017).
Insgesamt drehen sich in Mecklenburg-Vorpommern laut Statistischem Landesamt 1947 Windräder (Stand: Ende 2017).
Julian Stratenschulte

MV produziert doppelt so viel Öko-Strom wie das Land verbraucht. Eine Fachtagung geht in Schwerin der Frage nach: „Energiewende vor oder zurück – Wie geht es weiter?”

Mecklenburg-Vorpommerns ehrgeizige Ziele in der Energiepolitik sind am Donnerstag Gegenstand einer Fachkonferenz in Schwerin. Neben Landesenergieminister Christian Pegel (SPD) will sich dort auch die Energie- und Umweltexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, zum Stand und zu den Aussichten der Energiewende äußern.

Die Landesregierung will die Ökostromproduktion im Nordosten massiv ausweiten. Ende 2025 sollen laut einem energiepolitischen Konzept Kapazitäten zur Erzeugung von 24,3 Terawattstunden bereitstehen. Das wäre die Hälfte mehr als 2017 produziert wurde.

Fast 2000 Windräder drehen sich in MV

Allerdings gibt es Widerstand insbesondere gegen den Ausbau der Windkraftnutzung an Land – er hat an Schwung verloren. In diesem Jahr rechnet der Landesverband Erneuerbare Energien mit lediglich 30 neuen Windrädern in Mecklenburg-Vorpommern. Im gesamten Vorjahr waren es 60 gewesen. Insgesamt drehen sich in Mecklenburg-Vorpommern laut Statistischem Landesamt 1947 Windräder (Stand: Ende 2017).

Anwohner klagen über Belastungen durch die Schlagschatten der Rotorblätter sowie über Lärm und blinkende Lichter der Anlagen bei Nacht. Auch die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes wird vielerorts kritisch gesehen. Kritiker des geplanten massiven Ausbaus verweisen auf den schleppenden Ausbau von Stromtrassen, um die Öko-Energie zu den Verbrauchern zu bringen.