BETRUG

Falsche Schwiegertochter prellt Rentner um 30 000 Euro

Die Zweifel kamen bei einem 82-Jährigen Betrugsopfer einige Momente zu spät. Da war das Geld schon übergeben.
Ein älterer Herr wollte einer angeblichen Verwandten dabei helfen, sich den Traum von der eigenen Wohnung zu erfülle
Ein älterer Herr wollte einer angeblichen Verwandten dabei helfen, sich den Traum von der eigenen Wohnung zu erfüllen. © Coloures-Pic - stock.adobe.com
Barth.

Der Name stimmte und auch die Stimme klang, wie die seiner Schwiegertochter. Ein 82-Jähriger aus der Region Barth wurde am Donnerstag Opfer eines Trickbetrugs. Per Telefon meldete sich die vermeintliche Verwandte und schilderte ihr dringendes Problem. Sie brauche Bargeld, mindestens eine fünfstellige Summe, um den Traum von der eigenen Wohnung wahr werden zu lassen.

Gesamtes Erspartes an eine Unbekannte gegeben

Der ältere Herr fackelte nicht lange und besorgte kurzfristig 30 000 Euro – sein gesamtes Erspartes. Für die Übergabe bediente sich die Anruferin eines gängigen Tricks – sie schickte „eine gute Bekannte” und versicherte noch, sie habe sich von der den Ausweis als Pfand geben lassen. Das sei ein ganz übliches Vorgehen bei solchen Betrugsmaschen, erläuterte die Polizei am Freitag.

Eine vage Beschreibung der Täterin

Das Betrugsopfer beschreibt die Abholerin als ca. 1,60 Meter groß, mit Rock und Bluse bekleidet, „südosteuropäisch” aussehend, hochdeutsch sprechend. Kurz nach der Geldübergabe bekam der 82-Jährige Zweifel, rief seine echte Schwiegertochter an, entdeckte den Betrug und erstattete Anzeige.

Nach Angaben der Polizei häufen sich derartige Betrugsversuche gerade wieder in der Region. Im Verlauf der Woche waren bereits mehrere ähnliche Fälle aus Vorpommern und der Müritz-Region gemeldet worden.

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