Die FDP im Schweriner Landtag will den Abschuss von Wölfen in MV erleichtern. Das Tier lässt in Mecklenburg-Vorpomme
Die FDP im Schweriner Landtag will den Abschuss von Wölfen in MV erleichtern. Das Tier lässt in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder die Emotionen hoch kochen. Carsten Rehder (Symbolfoto)
Wolfsmanagement

FDP will Abschuss von Wölfen in MV erleichtern

Die zunehmende Ausbreitung des Wolfs in Mecklenburg-Vorpommern stößt nicht überall auf Begeisterung. Die FDP will Mensch und Nutztiere vor dem Wolf schützen.
Schwerin

René Domke hebt mahnend den Zeigefinger: „In den vergangenen Jahren hat es in MV bereits rund 1200 Nutztierrisse durch Wölfe gegeben. Mittlerweile kommt der Wolf auch dem Mensch in Wohngebieten verdammt nahe”, sagte der FDP-Fraktionschef im MV-Landtag gestern in Schwerin. Um womöglich „gefährliche Begegnungen zwischen Mensch und Wolf zu verhindern”, möchte die FDP per Antrag in der Landtagssitzung in dieser Woche das Wolfsmanagement „entbürokratisieren und weiter entwickeln”.

Forderung: Wolf-Abschuss allgemein zulassen

Was heißt das konkret in der Praxis? Laut Domke: „Die Wolfverordnung in MV soll dahingehend verändert werden, dass zur Abwendung erheblicher wirtschaftlicher Schäden von Weidetierhaltern und zum Schutz der natürlich vorkommenden Tierwelt allgemein zugelassen wird, Wölfe durch Abschuss zu erlegen.” Das Wolfsmanagement müsse so organisiert werden, dass „wir handlungsfähiger werden”.

Man dürfe dem Wolf in MV keinen „gedeckten Abendbrottisch servieren”. Der Wolf betrachte es als Eintrittskarte, wenn sich auch immer mehr Wildschweine oder Rehe in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohngebieten bewegen würden. Alle würden zunehmend auch durch unvorsichtigem Umgang der Menschen beispielsweise mit dem Müllabfall angelockt. Domke wörtlich: „Wir müssen jetzt Vorsorge treffen. Sonst ist am Ende das Geschrei groß.”

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